Starke Schulen in zwei Verbünden – Gründungsurkunden an Mittelschulen im Landkreis vergeben

Freuen sich über die neuen Mittelschulen (v.li.): Christl Berger-Pretzold (Oberammergau), Josefine Schneider (Bad Kohlgrub), Wolfram Schumm (Mittenwald), Gisela Ehrl (Garmisch-Partenk.), Thomas Metschies (Murnau), Schulamtsdirektorin Anneliese Willfahrt, Landrat Harald Kühn, Martin Hirthammer (Garmisch-Partenk.) und Herbert Stocker (Oberau). F.: Bitala

Vier Jahre dauerte die Organisation der beiden Mittelschulverbünde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Mit einem Festakt im Murnauer Kultur- und Tagungszentrum ist dieser Entwicklungsprozess mit der Übergabe der Gründungsurkunden an die beteiligten Schulen abgeschlossen worden. Landrat Harald Kühn gab in seinem Grußwort der Hoffnung Ausdruck, dass mit den neuen Mittelschulen ein Schulzweig in der bayerischen Bildungspolitik erhalten bleibt.

Wie Schulamtsdirektorin Anneliese Willfahrt sagt, gibt es jetzt im Landkreis zu den 20 Grundschulen eben die sieben aus den Hauptschulen hervorgegangenen Mittelschulen. Diese wurden in zwei Verbünde zusammengefasst – das sind im Süden die Mittelschulen von Mittenwald, von der Bürgermeister-Schütte-Schule Garmisch-Partenkirchen und von der Schule am Gröben. Im Norden schlossen sich die Mittelschulen von Oberau, Oberammergau, Bad Kohlgrub und von Murnau zusammen. Für Willfahrt ist die Bildung der Mittelschulkooperativen eine der grundlegendsten Änderungen in der bayerischen Schullandschaft seit Jahrzehnten. „Bislang arbeitete jede Schule für sich alleine. Jetzt müssen Lehrer, Schulleiter, Schüler und Eltern lernen, in den Verbünden koordiniert zusammenzuarbeiten“, sagte sie. Landrat Harald Kühn betonte die Bedeutung der Haupt- und Mittelschulen, die ein „hohes Maß an qualifizierten Absolventen“ hervorbringen. „Mit den Mittelschulverbünden ist es gelungen, ein wohnsitznahes Schulsystem zu erhalten.“ Sprecher der beiden Kooperativen sind Gisela Ehrl (Gröben-Mittelschule) und Thomas Metschies (Mittelschule Murnau). Beide umreißen das Profil der Mittelschulen, die mit ihrem Bildungsangebot die Schüler intensiv auf das Berufsleben vorbereiten werden. Den Verbund-Süd besuchen rund 650 Schüler in 31 Klassen, der Verbund-Nord zählt momentan 760 Schüler in 37 Klassen. Mit diesen Zahlen, die in den kommenden Jahren weitgehend gleich bleiben werden, wie angenommen wird, sei der Typ Mittelschule, so Metschies, „noch lange nicht vom Aussterben bedroht“.

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