Tonnenschwere Millimeterarbeit

Die Vorarbeiten sind gemacht.

Nach insgesamt 40 Betriebsjahren wurde Freitagnachmittag die 1,3 Tonnen schwere Kabine der Alpspitzbahn im Rahmen der Revisionsarbeiten ausgehängt und für den Abtransport zur Generalüberholung vorbereitet. Am Montag schon wurde sie mit einem Schwertransporter nach Weilheim zur Herstellerfirma Zarges gebracht, wo sie vor allem technisch, aber auch optisch erneuert wird. Denn wenn sie nach vier Wochen wieder nach Garmisch-Partenkirchen zurückkehrt, wird sich die Kabine in einem silbergrauen Anstrich präsentieren.

Der stellvertretende Betriebsleiter der Anlage, Fritz Heusmann, spricht seinem Team ein großes Lob aus: Seine Mitarbeiter hatten in vielen Stunden alles bestens vorbereitet, sodass die Kabine millimetergenau und letztendlich recht unspektakulär auf den Boden aufsetzte. „Wir waren alle ein bisschen aufgeregt“, bekannte Fritz Heusmann, denn vor 16 Jahren wurden die Kabinen der Alpspitzbahn das letzte Mal ausgehängt, „da hatte ich gerade frisch bei der Bayerischen Zugspitzbahn angefangen.“ Heusmann hatte sein Team gut auf die außergewöhnliche Aufgabe vorbereitet, und dafür sogar noch einmal die alten Pläne studiert. Denn insbesondere musste berechnet werden, wie die Aufhängung reagiert, wenn sie so plötzlich vom Gewicht der Kabine befreit ausschwingt. Doch alles wurde bestens bewerkstelligt. Die zweite Kabine der Alpspitzbahn wird übrigens erst bei der Herbstrevision generalüberholt, denn sie fungiert in den kommenden Wochen als Transportmittel, denn am Osterfelder- kopf wird der Antrieb der Hochalmbahn zurzeit auf Computerbetrieb umgestellt. Neben der Generalüberholung der ersten Passagierkabine – u.a. werden der Boden und das Dach erneuert – werden auch die Aufhängung, das Laufwerk, die Seile, die Seilreiter und die Stützen der Alpspitzbahn revisioniert. Das wird regelmäßig gemacht, um eine sichere Laufleistung zu garantieren. Immerhin wurden in den letzten vier Jahrzehnten mehrere Millionen Gäste mit der Bahn befördert. Dabei legte die Kabine eine Strecke von 913.680 Kilometer zurück, was ungefähr 22,8 Erdumrundungen entspricht.

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