Traditionelles Fasnachtstreiben – Das Fasnachtsbrauchtum ist in der Alpenwelt Karwendel besonders eindrucksvoll

Eindrucksvoll geschnitzte Masken, seit Jahrhunderten in Familienbesitz, kann man zur traditionellen Fasnacht bewundern. Foto: Tourismusverband München-Oberbayern

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ILKA TRAUTMANN, Mittenwald – Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, und hier besonders in Mittenwald und in der Alpenwelt Karwendel, feiert man Fasnacht wie vor hunderten von Jahren. Wilde Gesellen in Flecklgwand und furchterregenden Holzmasken treiben dann ihr Unwesen. Angst haben muss aller- dings niemand, denn diese Wesen wollen nur eines: Mit ihrem Tanz und lauten Schellen den Winter vertreiben – mit raunzenden Gesellen, edlen Maschkera und lärmenden Fratzen heidnischen Ursprungs. Die „Pfannenzieher“, „Jacklschutzer“, „Bärentreiber“ und „Unterberger Mandln“ machen dem Winter gehörig den Garaus. Besonders hoch her geht es am Unsinnigen Donnerstag mit dem traditionellen Umzug der „Schellenrührer“. Ein ebenso schöner Brauch sind die „Gungln“, an denen sich bis 21. Februar die Mandln zum gemeinsamen Tanz mit den Maschkera einfinden. Das traditionelle Fasnachtstreiben am Unsinnigen Donnerstag (16. Februar) beginnt in Mittenwald punkt 12 Uhr mit dem Zug der Schellenrührer durch den Obermarkt. Auch in Wallgau läuten die Schellenrührer ab 12 Uhr am Dorfplatz die Fasnacht ein. In Krün startet das Maschkeratreiben am Unsinnigen Donnerstag um 11 Uhr am Dorfplatz;  die Schellenrührer ziehen aber ebenfalls erst ab 12 Uhr durch den Ort. Auch in Farchant und Grainau sind am Unsinnigen Donnerstag die Schellenrührer und Bärentreiber unterwegs, in beiden Orten ab 13.30 Uhr. Ein weiteres Faschingstreiben mit Schellenrührern, Unterberger Mandln und Maschkeramusi gibt es auch in Garmisch, dann am 19. Februar ab 14 Uhr rund um den Josefsplatz.  Wer sich noch ins närrische Treiben stürzen möchte, findet weitere Veranstaltungshinweise in unserem Faschingskalender im Innenteil.

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