Tunnelportal als leuchtendes Symbol

Wie es sein könnte, wenn in einigen Jahren der Oberauer Tunnel gebaut ist, demonstrierte die Bürgerinitiative „Verkehrsentlastung Oberau“ (VEO) mit einem beleuchteten Tunnelportal, das genau an der Stelle steht, wo dereinst die B2 im Berg verschwinden wird.

Das Bauwerk, nach monatelanger Vorbereitung in Eigenleistung durch handwerklich geschulte VEO-Mitglieder gebaut, misst rund sieben mal zehn Meter. Die Stahl- Holzkonstruktion, die als Träger für die wetterfesten Kunststoffplatten dient, wurde in Betonsockeln verankert und zusätzlich verstrebt. Das Motiv des Tunnelportals entspricht dem gültigen Verkehrszeichen. Bei der VEO ist man froh, dass nach der langen Wartezeit auf die Baugenehmigung die Tafel endlich steht. Hatte man nach dem einstimmigen Beschluss des Farchanter Gemeinderates (das Bauwerk steht auf Farchanter Flur) noch geglaubt, die Genehmigung durch das Landratsamt sei nur Formsache, musste man sich doch noch einige Monate in Geduld üben. Als Landrat Harald Kühn die Anfrage zur Chefsache machte, er beteiligte sich ja auch immer wieder an den Radldemos der VEO, ging alles ganz schnell. VEO-Sprecher Josef Bobinger: „Wir sind Landrat Kühn für sein Engagement dankbar. Nicht vergessen möchten wir auch die Unterstützung durch den Gemeinderat Farchant, der mit seinem Beschluss praktische Nachbarschaftshilfe leistete.“ Obwohl seit der Errichtung und der beleuchteten Neujahrsaktion zigtausende Autofahrer die Tafel gesehen haben, ist sicher vielen nicht klar, was sie soll. Bei der VEO holte man sich deshalb neben den lokalen Printmedien auch den Bayerischen Rundfunk und Radio Oberland ins Boot, die in Meldungen und Inter-views den Sinn des Bauwerks erläuterten. Mit dieser Aktion liegen die unermüdlichen Oberauer ganz auf der Linie von Innenminister Joachim Herrmann, der die VEO-Mitglieder bei ihrem Besuch in München (wir berichteten) ermunterte, mit ihren Aktionen weiterzumachen. Zur Erinnerung: In mehreren genehmigten Radl-Demonstrationen auf der B2 und der B23 hatte man Staus bis zur Autobahn und dem Farchanter Tunnel produziert, um auf den „Flaschenhals“ Oberau aufmerksam zu machen. Da Minister Herrmann einen Baubeginn der Westumfahrung Oberau bis Ende 2011 für möglich hält (sofern keine verzögernden Einsprüche erfolgen), will man bei der VEO nicht nachlassen, die rund 35 Jahre andauernden Bemühungen um eine Verkehrsentlastung des Ortes fortzusetzen. Weitere Infos über die VEO und ihre Aktionen findet man im Internet unter: www. ve-oberau.de

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