Umbaumaßnahmen am Heil- und Sonderpädagogischen Zentrum Farchant fertiggestellt

Der Schulchor stimmte mit allen Gästen ein fröhliches Lied an. Foto: Ilka Trautmann

– Die Mädchen und Buben hatten sich ganz besonders hübsch angezogen, als kürzlich die Fertigstellung der Umbaumaßnahmen am Heil- und Sonderpädagogischen Zentrum in Farchant gefeiert wurde. Zahlreiche Ehrengäste konnten an diesem Tag in der Einrichtung begrüßt werden – mit Liedern, kurzen Ansprachen und der Überreichung eines großen Schecks feierte man den gelungenen Umbau.

In drei Bauabschnitten wurden insgesamt 5 Millionen investiert, „jeder Cent ist hier gut angelegt“, stellte Landrat Harald Kühn befriedigt fest. Die zahlreich ergriffenen Maßnahmen gewährleisten nun einen Standard, der allen fachlichen Anforderungen entspricht. Denn als das Sonderpädagogische Zentrum 1985 in Farchant angesiedelt wurde, konnte keiner wissen, wie sich der Bedarf bis zum heutigen Tag entwickeln würde. Bereits 2009 konnte die sonderpädagogische Tagesstätte in Betrieb genommen werden, die in einem Gebäudekomplex mit der Förderschule untergebracht ist. In einem zweiten Bauabschnitt wurden Umbauarbeiten am Schulbereich vorgenommen, u.a. wurden die sanitären Einrichtungen generalsaniert, die brandschutztechnischen Vorgaben auf den neuesten Stand gebracht und bestehende Räume erweitert. In einem dritten Bauabschnitt schließlich wurden alle Maßnahmen ergriffen, die die Mittagsverpflegung für 30 Schülerinnen und Schüler sicherstellt. Die Arbeiten erfolgten bei laufendem Schulbetrieb und erwiesen sich als knifflig, wie Schulleiter Koch bei einem Rundgang den Gästen erklärte. Die Vorgaben der Architekten konnten letztlich so umgesetzt werden, dass die Maßnahmen zur Erweiterung einzelner Räume nicht zu sehen sind, die Funktionalität aber gesteigert werden konnte. Landrat Harald Kühn dankte bei den Einweihungsfeierlichkeiten allen, die zum gelungenen Umbau beigetragen haben. Seine Anerkennung sprach er der Schulleitung, den Lehrkräften, Pädagogen und Mitarbeitern aus, die sich der schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe dieses Zentrums stellen und die Einrichtung zum Wohle der Kinder mit besonderem Förderbedarf so hervorragend nutzen. Schulleiter Klaus Koch konnte mit einigen Zahlen aufwarten, die die Bedeutung des Heil- und Sonderpädagogischen Zentrums des Landkreises verdeutlicht und betonte „kein Kind ist hier, weil es hier sein muss.“ Die große Akzeptanz des Heil- und Sonderpädagogischen Zentrums in der Bevölkerung wird auch deutlich, wenn man sich die Schülerzahlen ansieht:  Während die für den Landkreis sinkt, bleibt sie in Farchant konstant. „Wir können hier ein vielfältiges und frei wählbares Angebot bieten, das fast allen Anforderungen gerecht wird“, macht Koch deutlich und dankte dabei für die Unterstützung des Landkreises, „in dem wir einen stabilen Partner haben, der sich um die schwachen Glieder der Gesellschaft sorgt.“ Dass es darüber hinaus viele Förderer aus der freien Wirtschaft gibt, unterstrich ein Scheck über 2000 Euro, den Günther Forster von der Kreissparkasse überreichen konnte. Der große Jubel der Schüler darüber wurde kurzzeitig durch ein offenes, persönliches Wort des Schulleiters getrübt:  Klaus Koch wird im September an das Förderzentrum Bad Tölz wechseln.

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