Umzugspläne – Das Rathaus soll ins Ammergauer Haus verlegt werden

Blick auf die Nordseite des Ammergauer Hauses mit dem Veranstaltungssaal, er würde von dem geplanten Umzug noch am geringsten tangiert. Foto: Zinner

Das Gedankenspiel machte im Rathaus schon einige Zeit seine Runden, Ende Februar wurde es in der Öffentlichkeit publik, als sich der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung mit dem geplanten Umzug der Rathausverwaltung ins Ammergauer Haus beschäftigte. Von einer zeitgemäßen Einrichtung kann beim Rathaus schon seit Jahrzehnten keine Rede mehr sein, zudem ist die Verwaltung mittlerweile auf drei Gebäude verteilt.

Rund 800.000 Euro sind für den Umbau des Ammergauer Hauses zum Verwaltungsgebäude angesetzt, unberührt bliebe nur mehr der Saal, er stünde weiterhin für Veranstaltungen zur Verfügung. Entfallen würde die Bewirtung, sie wäre nur mehr über Catering zu machen. Bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Pläne meldete sich Ehrenbürger Dr. Helmut Fischer zu Wort, er bezeichnete das Vorhaben „als Unsinn und Schildbürgerstreich“ und zeigte sich fest entschlossen, dagegen etwas zu unternehmen. Mit 18:1 Stimmen, nur Simon Fischer sprach sich gegen das Vorhaben aus, beschloss der Gemeinderat, die Planungen durch das gemeindliche Bauamt voranzutreiben. Gleichzeitig werden auch die Oberammergauer Architekten beteiligt, ihnen wurde eine Frist bis zum 30. April gesetzt, um mögliche Varianten aufzuzeigen. Kurze Zeit später kündigte Dr. Helmut Fischer an, ein Bürgerbegehren ins Auge zu fassen, seiner Meinung nach müsste hier der Bürger ein Mitspracherecht erhalten, schließlich gehe es um eine entscheidende Veränderung der Ortsstruktur. Leicht konsterniert stellte dazu Bürgermeister Arno Nunn fest: „Machen wir denn bei unserer Arbeit im Gemeinderat so viele Fehler?“ Wer sich im Ort umhört, der erfährt zu jedem Vorhaben die unterschiedlichsten Meinungen, sieben Bürgerentscheide sprechen eine eigene Sprache. Bis Ende April wollte Bürgermeister Arno Nunn nicht warten, vor kurzen präsentierte er die ersten Planskizzen, wie die Unterbringung der Gemeindeverwaltung im Ammergauer Haus aussehen könnte. Ordnungsamt, Standesamt, Gemeindekasse: derzeitige Räume der Ammergauer Alpen; Kämmerei: Eingang- Foyer; Bauamt: Geschäftsstelle Passion Untergeschoss; Bürgermeister und Hauptverwaltung: Küche, Stüberl Restaurant. Der Saalbereich unter der Galerie würde zum Sitzungssaal umfunktioniert und das Platzangebot im Saal reduziert. Der Zugang zur Verwaltung und dem Veranstaltungssaal würde südseitig, links vom heutigen Restaurant erfolgen. Wie gesagt, hier handelt es sich um erste, veröffentlichte Planskizzen, das weitere Prozedere um den Umzug von der Schnitzlergasse ins Ammergauer Haus wird bestimmt hochinteressant.

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