Verabschiedung von Lehrgangsteilnehmern am Marshall Center

Die Abschlussfeier am Marshall-Center war in diesem Jahr nicht normaler Standard, denn dieses Mal nahmen am „Forum für Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ Vertreter teil, deren Staaten bisher noch nicht an diesem Kurs vertreten waren.

Regierungen sendeten Teilnehmer aus Uruguay, Tansania, Tunesien, Uganda ,Libanon, Pakistan und dem Irak, um hier im Garmisch-Partenkirchen die globale Zusammenarbeit weiter zu fördern. Auch Major Ali Youssouf Abdallah aus Dschibuti war der erste Repräsentant seines Landes, der an dem dreimonatigen Kurs teilgenommen hat. „Als ich das erste Mal die Informations-Broschüre des Marshall Centers gelesen habe, wusste ich nicht so recht, was mich erwartet. Jetzt bin ich froh, das ich diese Chance in meinem Leben nutzen konnte“, berichtet Abdallah. „Am interessantesten war, wie sich die Teilnehmer in den drei Monaten veränderten. Jeder vertrat zunächst eigene Ansichten. Und ganz langsam öffnete sich jeder für Neues. Man lernt Leute aus Ländern kennen, die man vorher nur von der Landkarte kannte und versteht, wie sie denken“, erzählt der Verbindungsoffizier begeistert. Er hat miterlebt, wie sich Menschen an- nähern, die sich in der ersten Woche gemieden haben. Wie zu Beispiel Studenten aus Georgien und Russland oder Armenien und Azerbaijan. Letztere spielten zum Ende des Lehrganges sogar zusammen in einer Volleyball-Mannschaft miteinander. „Das ist doch außergewöhnlich, oder?!“ Außergewöhnlich gut hat es dem Dschibutaner auch im Werdenfelser Land gefallen. „Hier ist alles so sauber und ruhig. Es war mein erster Besuch in Deutschland und es hat mir sehr gut gefallen.“ Nur den Schnee kann der Afrikaner nicht so recht leiden. Aber spätestens zu Hause kann er die warmen Sachen wieder gegen T-Shirt und kurze Hose tauschen. Den Sommer kann auch Oberstleutnant Javier Martinez-Guzman zum Jahreswechsel wieder genießen. Der Mexikaner war ebenfalls „der Erste“ seines Landes, der an dem Sicherheitsforum, dass im Marshall Center kurz PASS genannt wird, teilnehmen konnte. „Die Kontakte die ich hier in Garmisch-Partenkirchen knüpfen konnte, sind für meine Arbeit zu Hause unbezahlbar“ , sagt Martinez-Guzman. „Ich arbeite in Mexiko am National Defense Collage und der Lehrgang hier baut auf das auf, womit ich zu Hause tagtäglich zu tun habe“. Als der Mexikaner feststellte, dass das Marshall Center gar keine mexikanische Flagge besaß, hatte er in der Botschaft angerufen. "Man hat dort nicht lange überlegt und hat einen Militärattachè samt Flagge losgeschickt.“ Selbige wurde bei einer kleinen Zeremonie dem Direktor des Marshall Centers, Dr. John P. Rose, übergeben.

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