Verdient gewonnen – SC Riessersee nach drei Siegen gegen Duisburg im Halbfinale

Tor für den SC Riessersee: Scott Bartlett bejubelt seinen Treffer zum 1:0. Foto: Sehr

Der SCR hat es geschafft. Am Dienstagabend stand fest, dass den Werdenfelsern der Sprung ins Halbfinale der Oberliga gelungen ist. Nach den beiden Auftaktsiegen mit 5:1 zu Hause und 4:2 in Duisburg konnte auch Spiel Nummer drei im Olympia-Eissportzentrum mit 2:1 gegen die Füchse für sich entschieden werden.

Eine „Enttäuschung” für die SCR-Fans gab es gleich zu Beginn. Denn nicht wie im ersten Heimspiel stand Christoph Oster im Tor, sondern Etienne Renkewitz, den sein Trainer Andreas Lupzig schon im letzten Drittel des zweiten Spiels eingewechselt hatte. „Wir wollen den Oster sehen”, schallte es von der Ostkurve. Am letzten Freitag hatten die Weiß-Blauen Fans ihren Spaß mit dem Torhüter. Nach jeder Unterbrechung hatte er einen Schluck aus der Flasche genommen und war dafür von den Fans gefeiert worden. Für diese Trinkgewohnheit war er in Spiel zwei am Sonntag von Schiedsricher Sven Fischer ermahnt worden. Bei den Garmisch-Partenkirchnern begann am Diestagabend dieselbe Mannschaft, die zwei Tage zuvor in Duisburg mit 4:2 gewonnen hatte: Mit dem an der Nase verletzten Andreas Raubal und ohne Kyle Dolye, Marcus Weber und Simon Maier. Somit mussten Patrick Zimmermann und Justin Zilla über die volle Distanz ran. Unter den Augen des Ex-SCR-Spielers Andrew McPherson, für den die Saison nach dem Aus mit den Hannover Indians in der 2. Bundesliga bereits beendet ist, leitete Kapitän Sepp Lehner die erste Aktion für die Gastgeber ein. Die Fans fühlten sich an frühere Zeiten erinnert, als er in der ersten Minute im eigenen Drittel den Puck aufnahm und mit ihm ins gegnerische Drittel fuhr, doch seinen Pass konnte Tobias Biersack nicht verwerten. Die Füchse zeigten, dass sie dagenhalten wollen, doch SCR-Schlussmann Harti Wild parierte den Schuss von Kujala. Auf der anderen Seite fand Zimmermann seinen Meister in Goalie Renkewitz. Nach fünf Minuten übernahmen die Gastgeber mehr und mehr das Kommando, doch ein Treffer fiel weder beim Schuss von Christian Mayr noch bei dem vom bisher erfolgreichsten SCR-Torschützen in den Play-offs, Scott Bartlett. Beim ersten Überzahlspiel der Weiß-Blauen testete Lehner Renkewitz von der Blauen Linie. Zur Mitte der ersten Hälfte knallte Mayr den Puck an den Außenpfosten. Füchse-Oldie Alexander Selivanov, einst in der NHL, testete das Können von Wild. Kurze Zeit später klärte Mathias Mayr gegen den einschlussbereiten Ex-Riesserseer Mats Schöbel. Auf der anderen Seite hatte George Kink die Führung auf dem Schläger, doch Renkewitz ließ sich nicht überwinden. Zu einer handfesten Auseinandersetzung kam es nach einer Viertelstunde zwischen Christian Mayr und Jannik Woidtke. Die Folge war ein Überzahlspiel für die Gäste, für das Mayr vier und sein Kontrahent zwei Minuten auf die Strafbank verbannt wurde. Doch sowohl Selivanovs Schuss von der Blauen Linie als auch ein Nachstochern von Füchse-Kaptiän Franz Fritzmeier brachten keinen Erfolg für die Gäste. So ging es mit dem 0:0 in die erste Pause. Nach Wiederbeginn hatte Tim Regan zweimal die Führung auf dem Schläger, doch er traf genauso nicht wie auf der anderen Seite Brad Burym, der von der Stafbank kommend ganz alleine auf Wild zulief, doch der SCR-Keeper zeigte hier seine größte Tat. Kurze Zeit später wäre wohl auch er geschlagen gewesen, doch Kujalas Schuss knallte ans Torgestänge. Es folgte die 26. Minute: Bartlett kam im rechten Bullykreis an die Scheibe und schoss sie ins lange Eck: 1:0 - der achte Play-off Treffer im achten Spiel für ihn. Zilla hatte Sekunden später das zweiten SCR-Tor auf dem Schläger, doch er scheiterte. Besser machte es in der 27. Minute Lehner. Als Fritzmeier auf der Strafbank saß, knallte der Kapitän den Puck in den Torwinkel. Zweimal Regan und Lehner hatten den dritten Treffer noch vor der Drittelpause auf dem Schläger, doch es blieb beim 2:0. Im letzten Drittel spielte Nachwuchsmann Tim Katzer an der Seite von Kapitän Sepp Lehner für Andreas Feuerecker in der Verteidigung, der geschont wurde. Zu Beginn hatte Schöbel erneut eine gute Chance, doch Zilla klärte im letzten Moment. Daniel Huhn hätte den Anschlusstreffer erzielen können, doch Wild war erneut auf dem Posten. Zehn Minuten vor dem Ende blieb ein abgefälschter Schuss von Völk auf dem Tordach liegen. So blieb es bis zuletzt spannend, zu spannend für die Riesserseer: Duisburgs Trainer Lupzig nahm 90 Sekunden vor Ende Torhüter Renkewitz vom Eis und seiner Mannschaft gelang mit sechs Feldspielern der Anschlusstreffer 26 Sekunden vor Ende durch Selivanov. So drängten die Nordrhein-Westfalen auf den Ausgleichstreffer, ein zweites Mal ließ sich die SCR-Defensive aber nicht überwinden. So blieb es beim 2:1 für den SCR.

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