Erstes Wallgauer Ochsenrennen begeisterte über 5000 Besucher

Mit hohem Spaßfaktor

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Die Siegerochsen mit Halter und Jockey bekamen hochverdienten Applaus.

Wallgau – „Sehr geehrte Damen und Herren, das Wettbüro schließt um 14 Uhr. Bitte geben Sie bis dahin Ihre gültigen Wettscheine ab!“ Schicke Damen mit eleganten Hüten, stattliche Herren in passender Tracht und herausgeputzte Kinder warten gespannt auf das Startsignal. Nun laufen die Tiere mit ihren Jockeys in die Rennbahn ein. Die stolzen Tiere traben an den weit über 5000 Zuschauern, die euphorisch und voll Vorfreude jubeln, vorbei. Man könnte fast meinen, man befindet sich an der Trabrennbahn in Daglfing. Nur eines passt nicht so ganz ins Bild: Statt geschmeidiger, anmutig hochgewachsener Vollblüter laufen 22 eher gutmütige, ein bisschen plumpe und schwerfällige Ochsen in die Rennarena an der Witter in Wallgau ein.

Nach kurzer Begrüßung durch die beiden Moderatoren Wolfi Hostmann und Alfred Sperer, die die Zuschauer den ganzen Nachmittag mit Witz und Charme durch das Programm führten, nahmen die ersten Ochsen mit ihren Jockeys und Treibern die Startboxen an der Rennbahn ein.

Mit hohem Spaßfaktor

Schirmherr und Landrat Anton Speer gab das Startsignal zum ersten von insgesamt vier Vorläufen. Die Zuschauer konnten ihren Augen kaum trauen, wie flink, mit welcher Geschwindigkeit und hohen Sprüngen die Ochsen auf der Rennbahn Richtung Ziel preschten . . . Na gut. Vielleicht nicht alle. Manch einer wollte gar nicht aus der Startbox oder galoppierte vielversprechend an und blieb dann mittendrin stehen, graste, wollte weder vor noch zurück oder lief wieder Richtung Start. Aber gerade das trug zum Spaßfaktor der Zuschauer bei. Auch die witzigen Sprünge oder die Figuren, die die Reiter dabei abgaben, belustigte die Menschenmassen enorm. Nach den Vorläufen durften sich die letztplatzierten Ochs- und Reitergespanne bei den sogenannten Hoffnungsläufen noch einmal beweisen und sich einen Platz in einem der drei Halbfinale sichern.

Im Finale standen schließlich Christian Simon mit „Mathias“, Vroni Schöpf mit „Leo“, Benedikt Hiemer mit „Xari“, Robert Anzenberger mit „Xaver“, Hannes Neuner mit „Watzmann“ und Hansi Achatz mit „Jaggl“. Das Startsignal für das Finale des 1. Wallgauer Ochsenrennen ertönte und man konnte schon fast behaupten, es war ein Start-Ziel-Sieg. Hansi Achatz preschte mit seinem „Jaggl“ über die Rennbahn schnurstracks in das Ziel. Dicht gefolgt von Vroni Schöpf auf „Leo“ und Christian Simon mit „Mathias“. Zur Freude von Landrat Anton Speer war der Siegerochse ein Murnau-Werdenfelser Rind. Um den Tag perfekt zu machen, rundete die Münsinger Musikkapelle beim „Ochsererabend“ mit ihrem reichhaltigen Repertoire die Veranstaltung ab. Die Freiwillige Feuerwehr Wallgau, die das Ochsenrennen im Rahmen ihres 125-jährigen Gründungsjubiläums veranstaltet hatte, darf stolz auf sich sein. Ohne den Zusammenhalt und die Kameradschaft der ganzen Wehr, egal ob jung oder alt, den Mut, eine solche Veranstaltung auszurichten sowie der Verbundenheit der ganzen Ortsvereine und der Heimatgemeinde, wäre an ein solches Ereignis nicht zu denken.

Von Regina Neuner

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