Highlight bei Chocolaterie Amelie: Zugspitzkreuz aus 900 Tafeln Schokolade

Über 60 Stunden Handarbeit

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Feierlich eingeweiht wurde das Zugspitzkreuz aus Schokolade. Bei Franz, Irene und Linus Kässer in der Chocolaterie Amelie in der Ludwigstrasse ist das 285 Zentimeter große Kreuz zu sehen.  Pfarrer Andreas Lackermeier weihte das süße Kreuz ein.

GAP – Es wiegt 90 Kilogramm, besteht aus 900 Tafeln reiner Zartbitterschokolade und ist ganze 285 Zentimeter groß. Die Rede ist vom Zugspitzkreuz. Nein, nicht von dem ersten Gipfelkreuz von 1851, sondern von dem in der Chocolaterie Amelie. Letzte Woche luden Franz, Irene und Linus Kässer in ihr Geschäft in der Ludwigstrasse zur Einweihung des Schoko-Zugspitzkreuzes ein.

„Ein großer Dank geht an unsere Mädls, unsere vier fleißigen Lieschen und unseren Sohn Linus, denn ohne ihre Hilfe hätten wir das nicht so geschafft“, sagte Franz Kässer bei der Einweihung. Von der Idee, die übrigens von AOK Direktor Stefan Schackmann kam, bis zur Fertigstellung dauerte die Herstellung um die acht Wochen - das sind 65 bis 70 Arbeitsstunden. Aber diese investierte Zeit hat sich sichtlich gelohnt.

Das Kreuz ist in zwei Teile geteilt, wie Linus Kässer erklärte. An der Kugel ist der Schnitt. Die goldfarbene Lebensmittelstaub kam dann mit einem Pinsel auf die Zartbitterschokolade. Um verwechseln echt sieht das Schoko-Zugspitzkreuz aus - da wurde meisterliche Arbeit geleistet.

Damit so ein Meisterwerk auch gelingt, muss man sich mit der süßen Versuchung sehr gut auskennen. In Sachen Schokolade ist Linus Kässer ein Experte. Nach der Einweihung des Zugspitzkreuzes erklärte er den Besuchern, woher Schokolade eigentlich kommt und dass sie in ihrem ursprünglichen Geschmack nicht süß ist - das schmeckten die Interessierten dann auch. Schokolade wächst nicht an Bäumen, wohl aber der Kakao, die wichtigste Zutat von Schokolade. Im Tropischen Regenwald, z.B. in Südamerika und Afrika wächst der Kakobaum. Bis der Kakao in einer Schokoladentafel landet, ist es ein weiter Weg. Alles beginnt mit den Kakaofrüchten. Nach der Ernte werden diese aufgeschlagen und die Bohnen herausgelöst und abgedeckt. Dann beginnt die sogenannte „Fermentation“, der Zucker beginnt zu gären und es laufen verschiedene Umwandlungen in der Kakaobohne ab, die den guten Geschmack erzeugen. Dabei steigt die Temperatur auf 40 bis 50°C. Damit die Kakaobohnen nach der Fermentation nicht anfangen zu schimmeln, werden sie ausgebreitet und in der Sonne getrocknet. Schließlich komme sie dann nach Deutschland. Daraus zaubern Irene, Franz und Linus Kässer und ihre Mitarbeiter die feinsten Leckereien - oder eben auch das Zugspitzkreuz.

Von Alma Jazbec

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