15000 Autos täglich auf B12

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KATINA KELL, Kaufbeuren – Vor gut 30 Jahren konnte der Lückenschluss der Bundesstraße (B)12, wie sich Bruno Fischle, Baudirektor des Staatlichen Bauamtes Kempten, noch lebhaft erinnern kann, gefeiert werden. Seit dieser Zeit wurde an der B12 kräftig gewerkelt. Seit Anfang April wird nun an dem Stück zwischen Kaufbeuren und Germaringen gebaut. Über die derzeitigen Bauarbeiten informierten sich vergangene Woche Staatssekretär Franz Pschierer und Fischle vor Ort. Die Arbeiten am dreistreifigen Ausbau der B12 zwischen den Anschlussstellen Kaufbeuren und Germaringen gehen voran. Mit dem Ausbau eines Fahrstreifens im Wechsel auf zirka zweieinhalb Kilometer Länge sollen Überholmöglichkeiten geschaffen werden. Denn unter anderem in diesem Abschnitt sei der „Überholdruck enorm hoch“, betont Pschierer. Täglich seien 15000 Fahrzeuge auf der B12 unterwegs. Allein der Schwerlastverkehr habe um 50 Prozent zugenommen. Damit habe sich die Bundesstraße zu einer „verkehrlichen Hauptschlagader“ entwickelt, so Fischle, der ausführt, dass mit dem wechselseitigen Ausbau „ein Quantensprung für die Verkehrssicherheit“ getan werde. Die Variante eines dritten Fahrstreifens sei zusätzlich wesentlich sicherer als eine reine Straßenverbreitung wie es in früheren Jahren an der B12 erfolgt sei, unterstreicht Fischle. Nicht nur die Verkehrssicherheit war ein zentrales Thema beim Pressegespräch an der B12, sondern auch der Autobahnausbau. Dieser müsse nämlich das Endziel sein, betont Pschierer. Es könne nicht sein, dass Kaufbeuren als einzige kreisfreie Stadt Bayerns, keinen direkten Autobahnanschluss habe, waren sich alle Anwesenden einig. Ein besonderer Nachteil sei der fehlende Autobahnanschluss auch bei der Ansiedlung von Firmen, weiß Hans Gaul von der Firma Dobler zu berichten. Bereits bei der Finanzfachhochschule habe die fehlende Anbindung ein zentrales Thema gespielt, sagt Pschierer. Daher sei der dreispurige Ausbau an der B12 auf jeden Fall schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Zwar sei der Weg zur Vierspurigkeit noch lang, dennoch bezeichnete Gaul die B12 bereits als „Flaniermeile des Allgäus“. Vorgezogen wurde der Ausbau nördlich Kaufbeurens, da dieser durch das Konjunkturprogramm gefördert werden könne, berichtet Pschierer. Dieser kleine Bauabschnitt wird wahrscheinlich Ende Juli fertiggestellt sein und mit zirka 1,6 Millionen Euro zu Buche schlagen. Voraussichtlich im März 2010 startet dann der Ausbau südlich von Jengen auf einer Länge von 4,2 Kilometern, der rund 3,5 Millionen Euro kosten wird. Bereits abgeschlossen ist die Baumaßnahme nördlich von Jengen. Im Oktober 2010 soll der Ausbau mit dem sogenannten 2+1-Querschnitt (dreispuriger Ausbau im Wechsel) auf einer gesamten Länge von 13,4 Kilometern abgeschlossen sein und rund 8 Millionen Euro kosten, so Fischle.

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