"Abirobic – Die Gymnasten gehen"

"Sportliches" Abitur

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Die Abiturzeugnisse wurden nach Deutschkursen aufgestellt überreicht. Begonnen wurde mit dem Deutschkurs 1.
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Auf den folgten Deutschkurs 2,...
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Deutschkurs 3,...
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Deutschkurs 4 und
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schließlich Deutschkurs 5.
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Jahrgangsstufensprecher Donard Qerimi erinnerte an die vergangene Schulzeit.
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Bevor viele Absolventen für besondere Leistungen und Engagement ausgezeichnet wurden, sang der Abiturientenchor einen irischen Segenswunsch.
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Der Elternbeirat zeichnete die Schüler mit 15 Punkten im P-Seminar aus.

Marktoberdorf – Ein paar Luftsprünge, einige Umarmungen für den Schulleiter und den Oberstufenkoordinator und strahlende Gesichter zuhauf – so erhielten 98 Absolventen des Gymnasiums Marktoberdorf am vergangenen Freitag ihre Abiturzeugnisse im vollbesetzten Modeon.

Zwölf Jahre Schulzeit sind am Freitag mit dem Abiturzeugnis gekrönt worden. Schulleiter Wilhelm Mooser stellte seine Ansprache unter das diesjährige Abimotto am Gymnasium Marktoberdorf „Abirobic – Die Gymnasten gehen“. Wie beim Aerobic brauche auch der Geist Übung, Aufgaben, die sich wiederholten. Jede Übung habe ihren Sinn – und erscheine sie noch so langweilig, sei anstrengend und ermüdend. Man quäle sich, weil man das Gesamtziel im Auge behalten müsse. Und obwohl jeder der Absolventen – wie auch im Sport – andere Schwerpunkte und Intensitäten gesetzt habe, hätten alle dasselbe Ziel gehabt: das Abitur. 

Nachdem sie dieses aber jetzt in Händen halten dürfen, müssen die „Gymnasten“ laut Mooser jetzt selbst verantwortlich weiter trainieren – ohne ihre Vorturner, die Lehrer. „Es liegt an euch, wie ihr damit umgeht.“ Viele würden schon ab Herbst „Hochschulrobic“, einige „Ausbildrobic“ und andere vielleicht zunächst „Chillrobic“ betreiben. Auch die „Personal Trainer“, die Eltern, könnten zurecht stolz sein auf ihre Töchter und Söhne. Für großes Gelächter in den Reihen der Absolventen, Lehrer und Familien sorgte am Schluss von Moosers Ansprache der Leinwandeinspieler „Stay fit for Life“, bei dem einige Lehrer zu Sean Pauls „She makes me go“ Aerobic ganz im Stil der 1980er Jahre tanzten.

Der stellvertretende Landrat und zweite Bürgermeister Wolfgang Hannig gab den Absolventen vier Tipps für die Zukunft. Sie sollen sich verändern, trotzdem sich selbst bleiben, Farbe bekennen und Kontakt zu Familie, Freunden und dem Ostallgäu beziehungsweise Marktoberdorf halten.

Nach der feierlichen Überreichung der Abiturzeugnisse beschied der stellvertretende Schulleiter Arne Böhler den 98 Absolventen das Prädikat, in der Lage zu sein, „etwas Großes zu schaffen“. Das Abitur sei „mit einem gewissen Wert versehen“ und die erste Hürde größerer Art gewesen, durch die sie sich gebissen hätten.

In einem persönlichen Rückblick auf die acht Jahre am Gymnasium erinnerte Jahrgangsstufensprecher Donard Qerimi an Schullandheime und Klassenfahrten, die zu Freundschaftsbildung und Klassengemeinschaften beigetragen hätten. „Du schaffst das nicht“, habe er in der 6. und 7. Klasse öfter gehört. Doch er habe kämpfen wollen. „Und was soll ich sagen, ich hab‘ mein Abitur.“ Er bedankte sich bei den Lehrkräften, den Eltern und den vielen Arbeitskreisen.

Der Elternvertreter Dr. Manfred Schöps gab den Abiturienten nach diesem Lebensabschnitt mit auf den Weg, ihr Potenzial, Wissen und ihre Menschlichkeit zu nutzen und nicht zu vergessen „wer ihr seid und sein wollt“.

Bevor viele Absolventen für besondere Leistungen und Engagement ausgezeichnet wurden, sang der Abiturientenchor einen irischen Segenswunsch. Oberstufenkoordinator Andreas Wachter zeichnete Kilian Mayr­hans, Robin Moser und Lukas Stöckle durch den Förderverein des Gymnasiums Marktoberdorf aus für ihre Verdienste in Ton, Bild und Videotechnik. Jasmin Blöchl wurde für den Bio Zukunftspreis und den Kauf von 500 Quadratmetern Regenwald in Peru ausgezeichnet. Für ihre exzellente Leistung im Abiturfach Mathematik erhielt Verena Sirch eine Auszeichnung durch die Deutsche Mathematiker Vereinigung. Marcel Berwald, Christian Gradschareck und Daniel Stich bekamen eine Anerkennung für hervorragende Leistungen im Fach Physik, die eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft beinhaltet.

Die Allerbesten ausgezeichnet

Schließlich wurden die Spitzenabiturienten ausgezeichnet. „Den Preis für Fleiß“ bekamen Jasmin Blöchl (1,2), Anna Wiese (1,3), Frederike Freitag (1,3) und Isabell Formann (1,3) vom Rotary Club überreicht. Mit der Traumnote 1,0 hat Christopher Mauersberger sein Abitur geschafft und erhielt die Auszeichnung durch die Frank-Hirschvogel-Stiftung, die mit 1000 Euro dotiert ist.

Insgesamt hatten 29 Schüler eine Eins vor dem Komma. Für die musikalische Umrahmung sorgten das Sinfonieorchester des Gymnasiums unter der Leitung von Stephan Dollansky sowie die Big-Band unter der Leitung von Dr. Susanne Holm.

von Martina Staudinger

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