"Anderen helfen ist cool"

+
Applaus und viel Lob auch von Seiten der Politik gab es für die Jugendlichen. Viele von ihnen holten sich ihr Zertifikat bei einer Feier im Landratsamt persönlich ab. Mit auf dem Bild Landrätin Maria Rita Zinnecker (vorne Mitte), außerdem Thomas Hofmann, Geschäftsführer beim BRK Ostallgäu und Kreisrätin Ilona Deckwerth (beide links).

Landkreis/Marktoberdorf – „Anderen helfen ist cool!“ Das war der Tenor bei der diesjährigen Abschlussveranstaltung von Jugend ins Ehrenamt im Landratsamt. Großen Applaus von Eltern, Lehrern, der Landrätin und weiteren Anwesenden gab es am für die rund 160 Jugendlichen, die zwischen Oktober und Juli ehrenamtliche Stunden in verschiedensten Bereichen abgeleistet haben und dafür ihr Zertifikat überreicht bekamen.

Schon seit Jahren bringt die Aktion des Freiwilligenzentrums Schwungrad unter dem Dach des BRK Ostallgäu allen Beteiligten Freude und Vorteile. Ein ganz persönlicher Dank kam von Otto Streit als Bewohnervertretung des Gulielminetti-Seniorenheims in Marktoberdorf.

Thomas Hofmann, Geschäftsführer des BRK Kreisverbandes Ostallgäu, betonte in seinem Grußwort: „Was man für andere tun kann, das kommt im Alltag oft zu kurz.“ Das Projekt Jugend ins Ehrenamt, das stets in Kooperation mit den Schulen im Landkreis durchgeführt wird, sei deshalb eine tolle Möglichkeit, die jungen Menschen für ein gesellschaftliches Miteinander zu sensibilisieren. Dies bedeute zwar Arbeit und sei nicht selbstverständlich, aber, so Hofmann: „Dabei gewinnt jeder.“ Das bestätigte auch Otto Streit – der 93-jährige lebt im BRK-Seniorenheim Gulielminetti in Marktoberdorf und bedankte sich stellvertretend für alle Bewohner bei den Schülern: „Der jugendliche Charme und viele neue Gesprächsthemen und Situationen haben uns viel Spaß gemacht.“ Erfahrungen, die nicht nur die Persönlichkeit auf beiden Seiten bereichern, sondern auch den jungen Helfern Einsatzbereitschaft und Flexibilität bescheinigen: „Wer bei der Bewerbung um Ausbildung oder Beruf ein Ehrenamt vorweisen kann, zeigt dem Arbeitgeber, dass er engagiert und sozialkompetent ist und sich auf neue Situationen gut einstellen kann“, so Hofmann.

Lob von der Landrätin

Viel Lob gab es von der Landrätin, die an die Anwesenden appellierte, auch mit dem Ende des diesjährigen Projekts das Thema Ehrenamt nicht fallen zu lassen. „Ohne die vielen Freiwilligen würde vieles im Landkreis nicht funktionieren“, sagte sie. Dabei sei für jeden etwas. Auch Renate Dantinger vom Freiwilligenzentrum hob hervor, dass die teilnehmenden Jugendlichen sich trotz der ausführlichen Liste an Einrichtungen auch selbst eine Einsatzstelle suchen können. Stark vertreten war diesmal wieder der soziale Bereich mit Kindergärten, Seniorenheimen und Kirchen, aber auch Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und Wasserwacht, Museen, Sportvereine in den Ostallgäuer Orten Füssen, Marktoberdorf, Pfronten und Obergünzburg.

160 Jugendliche haben mitgemacht

Gewonnen werden konnten diesmal 160 Jugendliche aus den 8. und teils 9. Klassen der Realschulen in Marktoberdorf, Füssen und Obergünzburg; der Mittelschule in Marktoberdorf und in Pfronten. Sie haben jeweils mindestens 30 Einsatzstunden im Projektzeitraum abgeleistet. Ebenfalls beworben wurde das Projekt an der Mittelschule in Füssen und Germaringen. Verpasst haben alle, die nicht teilgenommen haben, nicht nur jede Menge neue Erfahrungen, sondern auch das obligatorische Buffet am Ende der Veranstaltung. Dieses wurde wieder von der Schülerfirma „Lunchberg“ der Obergünzburger Realschule angerichtet. Zum Schluss war noch Zeit für Zusammensein und Gespräche.

Meistgelesene Artikel

"Wir sind die Coolsten"

Stefanie Kloß (*1984) gründete 1998 ihre erste Band, aus der einige Jahre später SILBERMOND hervorging. Seit mehr als 12 Jahren rockt sie gemeinsam …
"Wir sind die Coolsten"

Sauerei am Fieselstadion

Kaufbeuren – Der Fieselplatz in Neugablonz, Austragungsstätte unzähliger und hitziger Partien, rückt Jahr für Jahr nach Beendigung des offiziellen …
Sauerei am Fieselstadion

Bürgermeister wartet auf Anruf

Buchloe – Noch wartet Bürgermeister Josef Schweinberger auf den Anruf für eine Terminvereinbarung mit dem Vorstand des Gewerbevereins. In der …
Bürgermeister wartet auf Anruf

Kommentare