Vorbereitung auf den Schulweg

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Schon jetzt sollten Eltern den künftigen Schulweg mit ihren Kindern sorgfältig und möglichst zu den später üblichen Zeiten regelmäßig trainieren, rät der ADAC.

Allgäu – Mit dem Schulanfang am 13. September beginnt für die ABC-Schützen ein neuer Lebensabschnitt, der sie jedoch in hohem Maße mit den Gefahren des Straßenverkehrs konfrontiert. Grund dafür ist, dass sie im Straßenverkehr noch unerfahren und in aller Regel überfordert sind. Eltern sollten deshalb spätestens jetzt mit ihnen den Weg zur Schule üben, rät der ADAC.

Durch das Üben der künftigen Marschroute können sie sich in Ruhe an die neue Situation herantasten und lernen, Gefahren richtig einzuschätzen. Der Automobilclub hat die wichtigsten Trainingstipps zusammengestellt:

Nicht immer ist der kürzeste Weg der sicherste. Daher sollten kleine Umwege in Kauf genommen werden, wenn sie Gefahren minimieren. Die Eltern sollen ihren Kindern mögliche Gefahren aufzeigen, ohne Angst zu machen.

Das Kind sollte ausgeschlafen und rechtzeitig auf den Weg geschickt werden. Besonders sicher sind Gruppen, sind doch mehrere Kinder sichtbarer als eines alleine.

Bei schlechten Sichtverhältnissen das Kind möglichst hell und mit reflektierender Kleidung, wie beispielsweise der ADAC Sicherheitsweste, ausstatten.

Die Eltern sollten besonders intensiv auf das Überqueren der Fahrbahn eingehen, da Kinder Geschwindigkeiten nicht einschätzen können. Beide Straßenseiten müssen überschaubar und frei sein. Das Kind sollte nie schräg über die Straße laufen, sondern immer den kurzen und geraden Weg wählen.

Eltern sollten im Straßenverkehr ein Vorbild sein und sich daher immer an die Verkehrsregeln halten.

Auch über den ersten Schultag hinaus sollten Eltern ihre Kinder begleiten und später gelegentlich aus dem Hintergrund heraus kontrollieren, ob sie das Gelernte umsetzen.

"Eltern-Taxi" verhindert Selbstständigkeit

Der ADAC appelliert an alle Autofahrer, im Umfeld von Schulen und in Wohngebieten besonders vorsichtig und jederzeit bremsbereit zu sein. Wichtig ist auch, dass Erstklässler nur in Ausnahmefällen mit dem Auto zur Schule gefahren werden. Das häufig praktizierte „Eltern-Taxi“ verhindert laut ADAC sowohl die Entwicklung der Selbstständigkeit als auch die Verkehrskompetenz der Schulanfänger. Mit dem Rad sollten Kinder grundsätzlich erst nach der entsprechenden Fahrradprüfung zur Schule fahren, die in der dritten oder vierten Klasse stattfindet.

Der Automobilclub stellt einen kostenlosen Schulweg-Ratgeber mit Informationen und Tipps zum Thema Schulanfang zur Verfügung. Die Broschüre steht im Internet unter www.adac.de/schulwegratgeber zum Download bereit und kann per E-Mail unter der Adresse ­presse@sby.adac.de angefordert werden. Außerdem verteilen die ADAC Stiftung „Gelber Engel“ und die Deutsche Post zum Herbstbeginn bundesweit rund 760.000 Sicherheitswesten an Schulanfänger, um die Sichtbarkeit der ABC-Schützen zu verbessern. Trägt ein Kind eine reflektierende Sicherheitsweste, wird es von den anderen Verkehrsteilnehmern bereits ab einer Entfernung von 140 Metern und damit sechs Mal früher erkannt. So können Unfälle vermieden und Leben gerettet werden.

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