Aktive Kooperation

Im „Haus der Gablonzer Industrie” an der Neuen Zeile, wo traditionell seit rund 60 Jahren der Bundesverband seinen Sitz hat, entwickelte sich in den vergangenen drei Jahren im Erdgeschoss das „Familienforum”, eine therapeutische Einrichtung für Kinder und Jugendliche. Bei einem gemeinsamen „Tag der offenen Tür” am Freitag, 25. September, haben die Besucher Gelegenheit, beide Institutionen näher kennen zu lernen.

Der Bundesverband der Gablonzer Industrie startet mit einer neuen Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Modeschmuck ist Hand- arbeit”, um den Gästen tiefer gehende Einblicke in die Produktion von Schmuck zu bieten. Noch heute ist Handarbeit ein wesentlicher Bestandteil des Herstellungsverfahrens, das in verschiedenen Schritten erfolgt. Grundlage für die Fertigung des rohen Schmuckstücks aus Metall bildet die so genannte Schwarzarbeit. Zum Auftakt der Serie wird ein Schmuckgürtler in der Erlebnisausstellung die Schwarzarbeit vorstellen und vor Ort Löten. Am Freitag, 25. September, hat die Erlebnisausstellung des Bundesverbandes der Gablonzer Industrie daher durchgehend von 9.30 bis 20 Uhr geöffnet. An diesem Tag wird zudem die Sonderausstellung dazu mit dem Titel „Kessel, Steine, Schwarzarbeit” eröffnet, die dann bis zum 16. Oktober zu sehen sein wird. Der Eintritt ist frei. Ebenfalls im „Haus der Gablonzer Industrie” in der Neuen Zeile ist seit Ende 2006 das „Familienforum Neugablonz” von Renate Fischer-Tietze ansässig. Aus den zunächst 30 Quadratmetern wurde mittlerweile die komplette Fläche im Erdgeschoß mit etwa 350 Quadratmetern, wo täglich rund 25 Kinder und Jugendliche von fünf bis sechs Therapeuten betreut werden. „Im ersten Stock wird wirtschaftlich gearbeitet und wir arbeiten an uns”, erklärt Fischer-Tietze die Sichtweise der Jugendlichen, auf die es sich offensichtlich positiv auswirkt, dass die Einrichtung mitten im Leben untergebracht ist. Die Betreuer unterstützen die Mädchen und Jungen auf dem Weg zurück in die Normalität. Dazu gehören beispielsweise künstlerisches Arbeiten und das Arbeitsprojekt iiMA (intensiv-integrative Maßnahme zum Erwerb von Arbeits- und Berufsfähigkeit), um die jungen Erwachsenen auf den Einstieg in die Berufswelt vorzubereiten. Mehr über die vielfältige Arbeit im „Familienforum Neugablonz” erfahren die Besucher am „Tag der offenen Tür”, der ebenfalls am Freitag, 25. September, durchgeführt wird. Von 14.30 bis 17.30 Uhr werden Führungen organisiert, Projekte vorgestellt und bei Speis und Trank besteht Gelegenheit für Gespräche im Haus und auch im großen Garten, der von den Kindern und Jugendlichen in Eigenleistung hergerichtet und hübsch gestaltet wurde. „Es war ein Experiment, das sich positiv entwickelte”, zieht Thomas Nölle, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Gablonzer In- dustrie, ein durchwegs positives Fazit. „Wir sind der Beweis dafür, dass Wirtschaft und Soziales erfolg- reich zusammen leben und arbeiten können”, meint die Diplom-Psychologin Renate Fischer-Tietze. „Der gemeinsame Tag wird daher auch die Entwicklung des Hauses dokumentieren”, freut sich Hans-Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes.

Meistgelesene Artikel

Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Buchloe – Die Stadt lässt sich ihre Kindergärten etwas kosten. Das bedeutet aber auch, dass Gebührenerhöhungen unumgänglich sind. Der Hauptausschuss …
Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kaufbeuren – Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler und Kaufbeurer Stadtrat Bernhard Pohl hat sich für 2017 viel vorgenommen. Diesen Eindruck …
Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Bau der Fußgängerzone: Zuschlag erteilt

Kaufbeuren – Der Kaufbeurer Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung über die Vergabe der Bauarbeiten für die Kaufbeurer Fußgängerzone entschieden. Den …
Bau der Fußgängerzone: Zuschlag erteilt

Kommentare