Der Kaufbeurer ist 45 Jahre alt

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Wo liegt das Durchschnittsalter der Kaufbeurer? Wie steht es um den Tourismus? Antworten gibt der Statistikbericht.

Kaufbeuren – Das Bayerische Landesamt für Statistik hat die neue Ausgabe „Statistik kommunal für Bayern 2015“ herausgegeben. Darin werden fundierte Regionalprofile für alle kreisangehörigen Gemeinden, kreisfreien Städte, Landkreise und Regierungsbezirke sowie den gesamten Freistaat abgebildet. Jeweils 2300 ausgewählte statistische Eckdaten beschreiben die aktuelle Situation der Regionaleinheiten hinsichtlich Bevölkerung, Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen – auch für die Stadt Kaufbeuren.

Lebten im Jahr 1840 nur 5012 Menschen in Kaufbeuren, waren es 2014 laut Statistik 42.014 Einwohner – eine Steigerung um über 700 Prozent. Die höchsten Einwohnerzahlen für Kaufbeuren liefern die Daten der Statistik zur Volkszählung im Jahr 1970 (43.059).

Ältere in der Mehrzahl

Das Durchschnittsalter der Kaufbeurer lag 2014 bei 45,0 Jahren. Die größte Altersgruppe in jenem Jahr bildeten die Personen im Alter von 65 Jahren und mehr mit 9570. Prozentual entspricht das einem Wert von 22,8. Davon waren 5542 Personen weiblich. Die 15- bis unter 18-Jährigen machten mit 1295 Personen (3,1 Prozent der Bevölkerung) die kleinste Altersgruppe in Kaufbeuren aus. In dieser Altersschicht waren 597 weiblich.

2014 sind 521 Kaufbeurer gestorben und 372 Babys geboren worden. Dennoch verzeichnet die Stadt eine Bevölkerungszunahme von 254 Personen, da rund 400 Menschen mehr zu-, als weggezogen sind. Eine Bevölkerungsabnahme wurde zuletzt 2011 registriert (-99).

1361 Kaufbeurer waren im Jahr 2015 arbeitslos (Durchschnitt), darunter 381 Langzeitarbeitslose und 328 55- bis unter 65-Jährige. Im Jahr 2014 waren es durchschnittlich 1325 Arbeitslose.

Der Wohnungsmarkt steigt in den letzten Jahren immer weiter an. 2011 gab es in Kaufbeuren laut der Statistik 8541 Wohngebäude, 2014 dann schon 8671. Baugenehmigungen hingegen sind in den letzten Jahren weniger geworden: Waren es 2012 noch 57 neue Wohngebäude und 160 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden, so waren es zwei Jahre später nur 20 beziehungsweise 61. 36 neue Wohngebäude sind im Jahr 2014 fertiggestellt worden (2013: 58, 2012: 34) und 179 Wohnungen (2013: 148, 2012: 53). Kaufbeu­ren zählt zu den Regionen Bayerns, in denen besonders viel neuer Wohnraum entsteht. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Landesamts für Statistik durch die LBS Bayern. Demnach sind in Kaufbeu­ren im vergangenen Jahr 6,3 neue Häuser beziehungsweise Wohnungen je 1000 Einwohner genehmigt worden. Das ist deutlich mehr als der bayerische Durchschnitt (4,2). Der Wert für den Regierungsbezirk Schwaben liegt bei 4,4.

Der Tourismus in Kaufbeuren kann ein ordentliches Plus im Vergleich der letzten Jahre verzeichnen. 2010 kamen 37.190 Gäste in Beherbergungsbetrieben mit neun oder mehr Gästebetten an, was nach einer kontinuierlichen Steigerung 2015 auf 45.185 Gäste anstieg. Dabei fand der größte Sprung von 2014 (mit noch 40.899 Gästeankünften) auf 2015 statt.

Die Anzahl der betreuten Kinder in den 23 Kindertageseinrichtungen ist in den Jahren 2010 bis 2015 auf einem relativ konstanten Niveau mit einer stetigen Zunahme von rund zehn Kindern pro Jahr seit 2012 (2010: 1418, 2015: 1444).

Alle Daten für Kaufbeuren finden sich unter www.statistik.bayern.de/statistikkommunal.

von Martina Staudinger

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