Wo alle Wasser zusammenfließen

600 PS bändigte Oberbürgermeister Stefan Bosse beim Spatenstich für den zukünftigen Trinkwasserbehälter im Stadtteil Oberbeuren. Foto: Frisch

Einen Spatenstich der besonderen Art durften am Dienstagvormittag die Anwesen- den beim offiziellen Baubeginn des neuen Trinkwasserbehälters in Oberbeuren erleben. Mit mächtigen 600 PS rammte Oberbürgermeister Stefan Bosse die erste Spundwand ein.

800 Kubikmeter soll der neue Trinkwasserbehälter nach Fertigstellung fassen, das Doppelte des jetzigen Behälters, der 1927 gebaut wurde und nicht mehr sanierungsfähig ist. Wie sein Vorgänger wird aber auch das neue Bauwerk zum Großteil unter der Erde liegen. Bis November soll, laut den Planungen, der Rohbau stehen, während der Winterphase werden dann der Innenausbau und die Installationen fertig gestellt. Wenn alles glatt läuft, soll der Trinkwasserspeicher nach der Verlegung der Rohrleitungen im Frühjahr bis Juni 2012 betriebsfertig sein. Im Gegensatz zum jetzigen Verfahren werden dann sowohl Oberbeurer als auch Kaufbeu-rer Quellen durch den Behälter laufen. „Da sieht man, was eigentlich alles nötig ist, um rund 40.000 Menschen mit frischem Trinkwasser zu versorgen“, kommentierte der Oberbürgermeister den Baubeginn und spielte damit vielleicht auch auf das Einrammen der Spundwand an, das er im Führerhaus der Baumaschine selbst übernahm. „Es ist schon beeindruckend, was für eine Kraft da freigesetzt wird. Man spürt tatsächlich die unterschiedlichen Widerstände jeder einzelnen Erdschicht“, so Bosse im anschließenden Gespräch. Die Gesamtkosten für den neuen Trinkwasserbehälter in Oberbeuren inklusive Technik betragen rund 1,2 Millionen Euro. Rund 790.000 Euro sind reine Baukosten.

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