Alle zehn Minuten ein Traktor

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat keine Angst vor großen Maschinen (hier mit Hubertus Mühlhäuser, Senior Vice President bei Fendt).

Tief beeindruckt zeigte sich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner nach der Testfahrt mit dem Flaggschiff aus dem Hause Fendt. Die Fahrt mit dem Hightech-Schlepper Vario 939 war der letzte Programmpunkt eines zweistündigen Informationsbesuches der CSU-Politikerin bei dem Unternehmen Fendt in Marktoberdorf. Sie sei sich vorgekommen „wie in einem Hubschraubercockpit“, erklärte die staatlich geprüfte Elektrotechnikerin, die selbst bei Eurocopter an der Entwicklung von Systemelektrik von Hubschraubern beteiligt war.

Sehr dicht gepackt war das Programmpaket, das das Firmenmanagement für Ilse Aigner am vergangenen Freitagnachmittag geschnürt hatte. Senior Vice President Hubertus Mühlhäuser und Vice President Sprecher der Geschäftsführung Peter-Josef Paffen gaben einen Überblick über den international aufgestellten AGCO-Konzern und die in Marktoberdorf ansässige Konzerntochter Fendt. Vom Geschäftsführer Forschung und Entwicklung Hubertus Köhne ließ sich Ilse Aigner, die von der Landtagsabgeordneten Angelika Schorer (CSU) und Bundestagsmitglied Stephan Stracke (CSU) begleitet wurde, über die Entstehung des „modernsten Traktorenwerkes der Welt“ informieren. 300 Millionen Dollar lässt sich demnach der Konzern die Werkserweiterungen in Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim kosten, die darauf abzielen, die Kapazität der Produktion von 15.000 auf 25.000 Traktoren pro Jahr zu erhöhen. Werksfläche verdoppeln Mit den Baumaßnahmen in Marktoberdorf werde, so Köh- ne, die Werksfläche verdoppelt und habe die Dimension eines Automobilwerkes. Ziel sei es, alle zehn Minuten einen Traktor vom Band rollen zu lassen. Marktoberdorf spiele aber auch konzernweit eine zentrale Rolle ergänzte Mühlhäuser, denn hier werde die Kerntechnologie für den gesamten Konzern entwickelt. Das Investitionsvolumen sei seit 2001 verdreifacht worden, erklärte den Anwesenden in diesem Zusammenhang der Vice President Peter-Josef Paffen. Der Flaschenhals bei der Steigerung der Innovationsfähigkeit sei dabei „nicht das Geld, sondern die Verfügbarkeit guter Ingenieure auf dem Markt“, so Paffen. Abschließend stellte die Ministerin fest, dass sie „hier in Marktoberdorf einen tollen Arbeitgeber und eine hoch qualifizierte Firma mit beeindruckender Fertigungstiefe“ vorgefunden habe. Auf die Frage des KREISBOTE, ob sie Auswirkungen der Flächenstilllegungspläne der EU auf den Umsatz des Traktorenherstellers befürchte, antwortete Ministerin Aigner absolut zuversichtlich, dass „in Berlin alles dafür getan werde, damit es nicht so weit kommt“.

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