Alle(s) unter einem Dach

Pfarrer Christoph Grötzner dankte bei seiner Rede zum Richtfest den Handwerkern und Architekten sowie allen Gemeindemitgliedern, die sich auf verschiedene Weise beim Neubau engagieren.

„Räume sind Träume“, heiße es, so Kaufbeuren Bürgermeister Ernst Holy in seiner Ansprache, und „hier werden die neuen Räumlichkeiten wirklich mit Leben und Helligkeit gefüllt“. Gemeint ist der Neubau der Christuskirche in Neugablonz, der in der letzten Woche Richtfest feiern durfte. 1,77 Millionen Euro soll das Projekt bis zur Fertigstellung bis voraussichtlich 1. Advent dieses Jahres kosten.

Finanziert wird das Bauvorhaben von der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (700.000 Euro), der Stadt Kaufbeuren (200.000 Euro), Spenden und Sponsoring (200.000 Euro, verfügbar momentan: 50.000 Euro), einem Kirchenkredit (300.000 Euro) und 370.000 Euro Eigenleistung. Vor über zehn Jahren war in der Gemeinde mit ihren beiden Pfarrern Christoph Grötzner und Wolfgang Krikkay der Wunsch nach einem neuen Kirchengebäude gereift. Nun ist man – nach einigen Verzögerungen bei der Ausschreibung – dem Ziel nahe. In einigen Monaten wird die Christusgemeinde über ein Gebäude verfügen, in dem „endlich“, so Grötzner, das Gemeindeleben unter einem Dach stattfinden kann. Denn bislang war dieses auf die Kirche und das Gemeindehaus aufgeteilt, beide Gebäude stark renovierungsbedürftig. Neben dem positiven Effekt, dass das Kirchengebäude nun wieder zum Zentrum der Gemeinde wird, entfallen zukünftig Doppelstrukturen. „Es reicht dann eine Küche, eine WC-Anlage, eine Heizung, eine energetische Sanierung“, teilen die Pfarrer im Gemeindebrief ihren Gläubigen mit. Was mit dem Gemeindehaus passiert, wenn die neue Kirche fertig ist, dafür gibt es momentan noch keine konkreten Pläne. Die Perspektive soll aber sein, dass das Gebäude keine weiteren Kosten für die Kirchengemeinde erzeugt und eine soziale, karitative, diakonische Einrichtung beherbergen soll. Zu der Gestaltung der neuen Räume führte Florian Nagler vom ausführenden Münchner Architekturbüro Nagler aus: „Man kann als Betrachter schon beim heutigen Rohbau erkennen, was sich gegenüber dem früheren Bau verändert hat“. Durch die Gestaltung wirke die Kirche fast doppelt so groß wie früher, zudem seien auch die Räume im Untergeschoss bewusst hell gestaltet worden. „Das Projekt, die Kirche für die Zukunft aufzustellen, wird gelingen“, prophezeite Nagler. Positiv wirkt sich der Neubau nicht zuletzt auf die Arbeit des Stadtjugendrings (SJR) aus, der im Untergeschoss die Möglichkeit erhält, die mobilen Spielplatz-Projekte „Mobiku“ und „Mobikids“ für die Wintermonate dort zu platzieren. „Für die Arbeit mit den Sechs- bis Zwölfjährigen ist das ein Quantensprung“, so Marianne Sauter vom SJR. Bislang konnte man dafür im Gemeidehaus einen Mehrzweckraum nutzen. „Im neuen Gebäude werden die Kinder dann einen Raum wirklich ganz für sich haben“, betont Sauter. Auch der Fachbereichsleiter der Offenen Jugendarbeit des SJR, Uwe Sedlacek, freut sich auf das „Jointventure“ mit der Christuskirche.

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