Altar aus Alabaster

Aus einem 120 Kliogramm schweren Alabasterblock, der aus Italien importiert wurde, entstand in den vergangenen Wochen ein Prunkstück für das Römerbad in Kohlhunden: ein Hausaltar. Dieser wurde vergangenen Freitag zusammen mit einer Medien- und Vitrinenecke der Öffentlichkeit präsentiert.

Bevor Geoffry Cheeseman, Vorstand des Fördervereins Römerbad Marktoberdorf, das rote Samttuch, das den Altar vor neugierigen Blicken schützte, wegzog, erzählt Cheeseman den Anwesenden, dass vor „zwei Jahren es in der Ecke nur graue Wand gab und sonst nichts“. Alles sei damals mit den zwei Wörtern „wir könnten…“ ins Rollen gekommen. Dass es vor allem Cheesemans Einsatz zu verdanken sei, dass diese Ecke nicht mehr kahl ist, weiß auch Marktoberdorfs 1. Bürgermeister, Werner Himmer: „Geoffry Cheeseman ist immer wieder der Motor“ des Vereins und er sei sehr hartnäckig beim Finden von Sponsoren. Der Hausaltar sei in dieser Weise „einmalig in Deutschland“, betont Himmer und führt aus, dass der Alabasteraltar ein weiterer Anziehungspunkt für das Römerbad sein wird, welches mit 2764 registrierten Besuchern im Jahr 2008 „ein Besuchermagnet“ war. 250 Euro habe der Alabasterblock gekostet, teilt Cheeseman unserer Zeitung mit. Die weiteren Arbeitskosten haben die Helfer getragen. Günter Jüngling, Steinmetz bei der Firma „Rieger“ in Marktoberdorf, hat zusammen mit dem Drechsler Martin Adomat dem Hausaltar die entsprechende Form gegeben. Jüngling freut sich besonders darüber, dass es „einmal was ganz anderes war“, was er herstellen durfte und versichert Cheeseman: „Ich freu' mich schon auf deinen nächsten Anruf.“ Der Altar, dem als Vorbild das „Haus der Vettier“ in Pompeii dient, sieht aus wie ein kleiner Tempel. Das Hintergrundbild im römischen Stil malte Maria Kible. Die neue Medienanlage ist besonders für Schulklassen interessant, denn ab sofort runden informative DVDs den Schulausflug ins Römerbad ab. Für das Design der neuen Vitrinen zeichnet sich Konrad Fichtel verantwortlich. Die Anschaffungen seien alle „entweder geschenkt oder quasi umsonst“, betont Cheeseman, der sich mit einem Geschenk, welches die Firma „Rösle“ spendierte, bei den Helfern bedankte.

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