Im alten Glanz erstrahlen

St. Magnus im Januarnebel. Im Nebel liegen auch die Haushaltsmittel, die noch für die Innensanierung aufgebracht werden müssen. Foto: Bauer

Wie im vergangenen Jahr beschlossen, sollen auch in diesem Jahr die erforderlichen Haushaltsmittel bereitgestellt werden, um die im Jahr 2009 begonnene Sanierung der Wallfahrtskirche St. Magnus schrittweise fortzuführen (wir berichteten). So folgte der Bau-, Verkehrs- und Werkausschuss einstimmig der Empfehlung des Bauamtes, den zweiten Bauabschnitt freizugeben und dem Stadtrat zu empfehlen für 2011 vorab 300.000 Euro bereitzustellen.

Die dem Apostel des Ostallgäu geweihte Kirche wurde erstmals Ende des 15. Jahrhunderts erwähnt. Wegen der sehr regen Wallfahrttätigkeit musste St. Magnus im Jahr 1681 vergrößert werden. Ihre barocke Innenausstattung, die 1908 aus einem Guss wieder hergestellt worden war, erhielt der wertvolle Sakralbau Anfang des 18. Jahrhunderts. Sowohl die Innenausstattung, wie auch die gut einsehbare Alleinlage machen die Kirche zu einem erhaltenswerten Kulturgut, so das Landesdenkmalamt (BLFD). Nachdem 2009 eilig erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden waren, wurde der 1. Bauabschnitt im November des letzten Jahres abgeschlossen. Der nun folgende zweite Bauabschnitt sei ein besonders aufwendiger Schritt, erklärte Richard Siegert vom Stadtbauamt. Hier gehe es vornehmlich um das Dach und dessen Unterkonstruktion. Ergänzend bemerkte Stadtbaumeister Peter Münsch, dass die Arbeiten am Dach bis zum Herbst abgeschlossen werden müssten, ansonsten werde eine sehr aufwändige Wintersicherung erforderlich. Um deshalb frühzeitig ausschreiben und mit den Baumaßnahmen beginnen zu können, sei eine schnelle Mittelbereitstellung nötig. Ende November könnten dann die Sanierungsmaßnahmen des 2. Abschnittes abgeschlossen werden um St. Magnus von außen in altem Glanze erstrahlen lassen. Das mit 624.000 Euro veranschlagte Sanierungsprojekt beinhalte keine Innenrenovierung bemerkte Bürgermeister Werner Himmer, dies werde ein extra Thema. Auf die Frage von Peter Grotz (FW), was man mit dem noch nahezu neuen Dachbelag vorhabe, erklärte Siegert, dass das Dach neu eingedeckt- und mit einer drei Meter hohen Traufschalung versehen werde. Neben der Freigabe des 2. Bauabschnittes genehmigten die Ausschussmitglieder auch die Kosten für die Vorprojekte in Höhe von 98.000 Euro.

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