Luftfahrtindustrie zu Gast

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Meinungsaustausch: Am Rande eines zweitägigen Symposiums des BDLI trafen sich Bernd Schröder (links) und Tim E. Brand (rechts) mit MdL Bernhard Pohl.

Kaufbeuren – Auf dem Fliegerhorstgelände in Kaufbeuren fand die Jahrestagung der Arbeitsgruppe Bildung und Personal des Bundesverbandes Deutscher Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) statt. Die Teilnehmer kamen aus allen Bereichen der Luftfahrtindustrie und sind dort jeweils für die Ausbildung in ihren Unternehmen zuständig.

Für die diesjährige Durchführung hatte der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl den Fliegerhorst als Tagungsort für das zweitägige Symposium ins Gespräch gebracht.

Spitzenvertreter der Gruppe waren Bernd Schröder und Tim E. Brand. Schröder ist Ausbildungsleiter im Bremer Airbus-Werk und Leiter der Arbeitsgruppe. Brand ist Referent des BDLI und zuständig für Luftfahrt, Ausrüstung und Werkstoffe. Zu Beginn der Tagung bekam die Arbeitsgruppe eine Einführung in das Leistungsspektrum der Abteilung Süd des Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe mit Besichtigung der Ausbildungsbereiche.

Wie Pohl in einer Presseveröffentlichung mitteilt, war er am Rande der Veranstaltung mit den beiden Vertretern der Arbeitsgruppe zusammengetroffen. Im Zentrum des Gesprächs stand die Ausdehnung zivil-militärischer Kooperationen auf neue Ausbildungsbereiche. „Technologieunterstützte Ausbildung ist nicht nur im militärischen Bereich ein absolutes Zukunftsthema. Auch in der zivilen Luftfahrt steigt der Schulungsbedarf nach Ansicht aller Experten stetig. Darin liegt für Kaufbeuren eine echte Zukunfts­chance“, so Pohl.

Auch die Vertreter des BDLI teilten nach Pohls Worten diese Einschätzung. Auf Nachfrage zeigten sie sich über Umfang und Intensität der Ausbildung beeindruckt und dem hohem Niveau, auf dem in Kaufbeuren seit Jahrzehnten militärische Schulung betrieben wird. Dem weiteren Ausbau der Kooperation zwischen Industrie und Bundeswehr maßen sie große Bedeutung bei. Als Standort einer Kooperation im Bereich der Flug­sicherung sei Kaufbeuren auch für eine zivil-militärische Zusammenarbeit auf anderen Betätigungsfeldern interessant. Dabei betonten die BDLI-Vertreter das Potenzial der Wirtschaft in diesem Bereich.

Interessant ist nach Einschätzung aller Beteiligten die im Raum stehende Drohnenausbildung. Hier komme es aber ganz entscheidend darauf an, welche Ausbildungsqualität der Gesetzgeber zukünftig verlangen wird. „Wir benötigen im Interesse der Sicherheit hohe Standards, die einen erheblichen Schulungsaufwand erfordern“, so Pohl.

von Wolfgang Becker

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