Vermittler statt "Vorturner"

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Paul Osterried ist künftig Ansprechpartner für alle Fragen der Ehrenamtlichen im Bereich Asyl.

Marktoberdorf – Der Ansprechpartner für Ehrenamtliche, die sich in Marktoberdorf im Bereich Asyl engagieren, hat nun ein Gesicht. Am 2. Mai hat Paul Osterried seine Arbeit aufgenommen: er soll Anlaufstelle und Koordinator der Ehrenamtlichen sein, die sich in der Kreisstadt für die Flüchtlinge und ihre Integration einsetzen.

Dabei sieht sich der 59-Jährige nicht als „Vorturner“, sondern als Vermittler und Helfer bei Fragen der Organisation und der Bündelung von Aufgaben. Zuerst einmal gehe es ihm darum, so Osterried, zu schauen und zu dokumentieren, was es an Hilfsangeboten in der Stadt alles gibt und wer sich in welchem Bereich engagieren möchte. Angedacht ist auch, eine regelmäßige Sprechstunde im katholischen Pfarrheim St. Martin einzurichten. 

Im Februar hatte der Stadtrat beschlossen, die 450 Euro-Stelle eines Koordinators zu schaffen und den finanziellen Beitrag dafür für zwei Jahre zu übernehmen (wir berichteten). Denn sonst drohe, wie Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell damals betonte, die langfristige Überforderung der Ehrenamtlichen. Besonderer Charme dieser neu geschaffenen Stelle ist, dass sie zusätzlich zum Engagement der Stadt von den drei religiösen Gemeinschaften in Marktoberdorf unterstützt wird. Die Caritas wiederum hat die Dienstaufsicht über die Koordinationsstelle, die mit einem zeitlichen Budget von 30 Stunden im Monat auskommen soll. 

Man sei an ihn herangetreten, erklärt Paul Osterried. Seit einem Jahr befindet sich der Vater dreier erwachsener Kinder im Vorruhestand. Davor war er als Gruppenleiter in der Materialbeschaffung/Ersatzteile bei AGCO/Fendt tätig gewesen. Mit Personalführung und Organisation kenne er sich aus, sagt Osterried, der außerdem auf viele Jahre ehrenamtlich karitative Tätigkeit innerhalb der Kolpingfamilie zurückblickt. Momentan engagiert er sich als erster Vorsitzender des sozialen Vereins. „Mir geht es um ein Miteinander – für die Integration in Marktoberdorf“, bestätigt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

von Angelika Hirschberg

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