Aufbruch auf dem Momm-Areal

Von vielen der Anwesenden sowie beteiligten Bauunternehmen sammelte Gerhard Schlichtherle (links) kleine „Erinnerungsstücke“ ein, die dann in der „Zeitkapsel“ verstaut und in eine Ziegelwand einzementiert wurden. Oberbürgermeister Stefan Bosse half gerne: er sieht dem Bauprojekt auf innerstädtischem Grund wohlwollend entgegen.

Dass Kaufbeuren als kreisfreie Stadt über begrenzte eigene Bauflächen gerade in den Außenbezirken verfügt, ist immer wieder Thema der öffentlichen Diskussion. Begehrt sind nämlich gerade bei privaten Bauherren die knappen Plätze am Stadtrand. Doch am vergangenen Donnerstag zeigte sich, dass auch Plätze in der Innenstadt einiges zu bieten haben. Für den Bau von insgesamt 36 Wohneinheiten, verteilt auf zehn Doppel- haushälften und fünf Mehrfamilienhäuser mit gehobener Ausstattung, wurde auf dem „Momm-Areal“ direkt im Angesicht der historischen Villa der Spatenstich begangen.

„Heute ist ein erfreulicher Tag, denn über dieses Bauvorhaben herrscht im gesamten Stadtrat Einigkeit“, so OB Stefan Bosse. Dass man hier vorhandene Flächen im Stadtbereich nutze, ohne die „sensiblen Randbereiche“ zu tangieren, sei eine tolle Sache. Von einer „Industriebrache“ entwickle sich das gesamte Gebiet hin zu einem „charmanten Quartier“. Was nun auf knapp 10.000 Quadratmetern Fläche entstehen wird, das beschreibt Bauträger Gerhard Schlichtherle, geschäftsführender Gesellschafter von Accredo Bau aus Buchloe, als „edlen Bauhaus-Stil“. Die Doppelhaushälften verfügen nach Fertigstellung über jeweils 180 Quadratmeter Wohnfläche, die 26 Wohnungen werden den zukünftigen Bewohnern zwischen 60 und 226 Quadratmeter bieten. Als besondere Vorteile des Projekts nennt Schlichtherle sowohl die ideale Innenstadtlage, die ruhiges Wohnen mit kurzen Wegen zu Einkaufsmöglichkeiten und öffentlichen Einrichtungen verbindet, als auch das besondere Heizsystem: ein eigenes Nahwärmesystem mit einer zentralen Pelletsheizung wird das gesamte Wohngebiet laut Schlichtherle komplett CO2-frei versorgen. Dabei entstünden den Nutzern nur rund 70 Prozent der sonst üblichen Heizkosten. Nachdem die entsprechenden Leitungen und Anschlüsse sowie die Straße bereits 2011 fertig gestellt wurden, geht es nach dem Spatenstich nun unmittelbar mit dem Bau los. Geplant ist, die erste Hälfte der Häuser bereits im kommenden Jahr bezugsfertig bereit zu stellen. Der zweite Abschnitt soll dagegen 2013 begonnen werden und Mitte 2014 fertig sein. Bis zum ersehnten Baubeginn war es ein langer Weg für Accredo Bau – einige Monate länger zumindest, als ursprünglich angedacht. Neben dem Einholen der erforderlichen Genehmigungen mussten vor allem Herausforderungen im Bereich Schallschutz gemeistert werden. So wird zum Schutz vor Lärmbelästigung durch den benachbarten Gewerbebetrieb eine massive Schallschutzwand errichtet.

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