Aufmarsch der Schützen

Die Vielfalt der Gruppen beeindruckte auch in diesem Jahr beim Festzug des Freischießens Obergünzburg. Foto: Simm

Der Schützenverein Guntia als Ausrichter des traditionellen Freischießens freute sich am Sonntag über perfektes Wetter für den Festzug. So säumten mehrere tausend Besucher die Straßen der Marktgemeinde, um die 54 Gruppen aus nah und fern in ihren adretten Trachten zu bewundern.

Laut Überlieferungen wurde das Freischießen einst von Fürstabt Wolfgang von Grünenstein gestiftet. Seit 1525 wird die Tradition nunmehr in der Marktgemeinde jährlich wiederkehrend aufrechterhalten. Den glanzvollen Höhepunkte bildet dabei immer der Festzug am Sonntagnachmittag; so natürlich auch in diesem Jahr. Die ehrenamtlichen Organisatoren der Guntia mit ihrem ersten Schützenmeister Wolfgang Heinold haben die Vorbereitungen dafür übernommen und strahlten am Sonntagmittag beim Blick in den strahlend blauen Himmel. Der Regen machte wunschgemäß Pause. Lediglich der teils stürmische Wind schickte den einen oder anderen Hut der Teilnehmer auf eine kleine Reise ins Publikum. Karl Schnell, 1. Bezirksschützenmeister, Hans Hafner, 2. Bezirksschützenmeister, und Herbert Heisler, 2. Bürgermeister von Obergünzburg, gaben sich mit weiteren Ehrengästen schon zu Beginn auf der Tribüne vor der Kirche die Ehre. Später stießen dazu noch die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer und Bürgermeister Lars Leveringhaus, die zuvor noch das Vergnügen genossen, selber im Landauer im Zug mitfahren zu dürfen und dabei strahlend den Zuschauern winkten. Mit 1594 Teilnehmern, einer „Super-Zahl“, so Schützenmeister Wolfgang Heinold, war der Festzug auch in diesem Jahr wieder absolut sehenswert, gespickt mit Gruppen aus einem weiten Umkreis. Besonders faszinierend waren die historischen Kleider der Trachtengruppe aus Obergünzburg und die Mitglieder vom „Festtagsg’wand“ aus Osterzell, die erstmal beim Freischießen mitliefen. Insgesamt 54 Abordnungen sorgten für die beliebte Abwechslung im Zug. Die 14 Musikkapellen darunter, die meist in Begleitung der Schützenvereine aus ihren Orten zum Freischießen kamen, gaben mit ihren Klängen dem Geschehen die klangliche Würze - sehr zur Freude der Besucher, die vom Baby bis zum Uropa nach Obergünzburg kamen. Passend zu diesem traditionsreichen Fest hatten sich auch viele Zuschauer in Tracht gewandet. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Partnerschaft war aus der ungarischen Stadt Visegrad eine Delegation ins Ostallgäu gereist, denen das Fest sichtlich Freude bereitete. Das der Schießsport generationenübergreifend begeistert, belegt das Freischießen sehr anschaulich, denn aus vielen Vereinen sind die Jungschützen strahlend im Festzug dabei. Großes Programm Folgende Programmpunkte stehen beim diesjährigen Freischießen in den folgenden Tagen noch an: Mittwoch, 1. September, 20 Uhr, Unterhaltungsabend mit der Gruppe „Alpenmafia“ im Festzelt. Freitag, 3. September, 21 Uhr, Party mit der Band „Face“. Samstag, 4. September, 20 Uhr, Stimmungsabend mit der Band „Allgäu Power“. Sonntag, 5. September, 10 Uhr, Gedenkgottesdienst.

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