Ausbildungschancen im Allgäu

Die Qualität von Bildung und Ausbildung zu steigern sowie den Jugendlichen eine Orientierungshilfe für den Übergang von der Schule in den Beruf zu geben, ist seit 20 Jahren das Erfolgskonzept des Berufs-Info-Tages, der am vergangenen Sonntag wieder über tausend Besucher in die Sparkassen-Hauptstelle lockte.

“Gerade in der heutigen Zeit ist eine qualifizierte Ausbildung wichtig, um den richtigen Berufseinstieg zu schaffen”, erklärt Hausherr Winfried Nusser und lobt das Engagement der vielen Helfer. Für den neuen Sparkassendirektor ist es der erste Berufs-Info-Tag in Kaufbeuren, für einen Großteil der Teilnehmer jedoch schon der 20. Und zu diesem Anlass überreichten die Vorsitzenden des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, Johann Marschall und Rudolf Wisbauer, an 19 Aussteller “Dank-Urkunden” für die kontinuierliche Beteiligung. Vor 20 Jahren zählte die Kaufbeurer Berufsmesse zu den Vorreitern im ganzen Allgäu. Der “Berufs-Info-Tag” in Kaufbeuren ist mehr als etabliert. Für die rund 1.000 Jugendlichen, die jährlich in und um Kaufbeuren ihre Schullaufbahn beenden, ist der Informationstag zu einer festen Anlaufstelle geworden, um sich vor Ort aus erster Hand zu erkundigen, welche Ausbildungsmöglichkeit und späteren Aufstiegschancen in den einzelnen Berufssparten hier in der Region angeboten werden. “Der direkte Kontakt zu den ortsansässigen Firmen ist das Erfolgsgeheimnis des Berufs-Info-Tages, der zugleich ein vielfältiges Mosaik der Karrierechancen aufzeigt”, meint Arbeitskreis-Vorsitzender Wisbauer. In diese Richtung gehen auch die Worte von Franz Pschierer. “Wir haben ein durchlässiges Bildungssystem”, unterstreicht der CSU-Finanzstaatssekretär und ermuntert die Besucher zu einer “Karriere mit Lehre”. Sein Lob gilt der seit 20 Jahren gepflegten “engen Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen mit der mittelständischen Wirtschaft”. Stellvertretend für die Stadt würdigt Bürgermeister Gerhard Bucher die Bedeutung des “Berufs-Info-Tages”, der ein breites Spektrum an gebündelten Informationen für Abgänger aller Schultypen bietet. Während im Schalterraum noch die Eröffnungsreden laufen, strömen bereits die Schüler mit ihren Eltern im Schlepptau und umgekehrt hinein, um sich an den insgesamt 44 Ständen der Aussteller über die beruflichen Zukunftsperspektiven kundig zu machen. Johann Marschall, Vorsitzender des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, dankt den teilnehmenden Firmen und Institutionen, die teilweise seit dem Beginn vor 20 Jahren kontinuierlich dabei sind und ihre Freizeit investieren. #“Unsere Wirtschaft hat die Fachkräftesicherung erkannt”, sagt Marschall, “die Beschaffung von guten Auszubildenden wird nicht einfacher, auch im Hinblick auf den demographischen Wandel”. An die Schulen gewandt appelliert der ehemalige Sparkassendirektor: “Die Schule muss die Jugendlichen für den Beruf qualifizieren”. Mangelnde Ausbildungsreife vieler Schulabgänger ist ein häufig diskutiertes Thema bei Firmenchefs. Mit dem Besuch vor Ort, persönlichen Gesprächen und einer Menge Informationsmaterial im Gepäck für Zuhause haben am vergangenen Sonntag wieder mehrere hundert Schulabgänger den ersten Grundstock für ihre berufliche Laufbahn erfolgreich gelegt. ess

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