"Kulturring Spuren" – AKF-Fotoausstellung der etwas anderen Art

Kulturell eine Menge los

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Drei der vier Vorstandsmitglieder des Kulturrings Kaufbeuren e.V. mit dem Ausstellungsplakat vor dem Rathaus: Schatzmeisterin Birgit Pfeifer (v. links), 1. Vorsitzende Brigitte Mitlehner-Werber, 2. Vorsitzender Daniel Herrmann. Nicht im Bild: Schriftführer Manfred Knoll.

Kaufbeuren – Aufmerksame Beobachter haben sie bereits entdeckt: die Ausstellung des Kaufbeurer Kulturrings in ausgewählten Schaufenstern der Stadt. 26 Fotos, geschossen auf Veranstaltungen des Kulturrings Kaufbeuren e. V., begleiten seit dem 15. Juni die Wegstrecke zwischen Stadttheater und Stadtmuseum.

Acht Mitglieder des Arbeitskreises Fotografie der Volkshochschule Kaufbeuren haben unter Regie von Profi-Fotograf Peter Ernszt ein Jahr lang die vom Kulturring organisierten Theateraufführungen und Konzerte mit der Kamera dokumentiert. Auch im Fenster des Kreisboten (Rosental 4) gibt es Kunstvolles zu entdecken. 

Es lohne sich, den Bildern Aufmerksamkeit zu schenken, verkündete Brigitte Mitlehner-Werber, 1. Vorsitzende des Kulturrings, als sie die Ausstellung „Kulturring Spuren“ vergangenen Freitag im Rathausfoyer der Öffentlichkeit präsentierte. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von den „Dixie-Klängen“ der Gruppe „Blechragu“. Oberbürgermeister Stefan Bosse gratulierte dem Kulturring und dem AKF zur Ausstellung und freute sich, dass durch diese Bilder die Kritiker Lügen gestraft würden, die meinen, Kaufbeuren habe in kultureller Hinsicht nichts zu bieten. Die Fotos bewiesen „eindrucksvoll das Gegenteil“.

In seinem von ihm selbst so bezeichneten „Festredchen“ stellte Karl-Josef Hildenbrand, Fotograf des Pressefotos 2001 des Bayerischen Journalistenverbands (BJV) und Träger mehrfacher anderer Preise im Bereich Pressefotografie, fest, dass ein Fotograf in Theater- oder Konzertsälen möglichst unsicht- und vor allem unhörbar sein müsse, um die Aufführung nicht zu stören. Er selbst habe daher oft eine dicke Socke um seinen Apparat gewickelt, um die Auslösergeräusche zu dämpfen, „und so ist bei mir das Stadttheater anstelle der Waschmaschine zum Sockenfresser geworden“. 

Die Schwierigkeiten des lautlosen Fotografierens bei Veranstaltungen in dunklen Räumen mit harten Lichtkontrasten haben die AKFler übrigens erfolgreich gemeistert. Sie haben dramatische Stimmungen, mimische Nuancen, rare Augenblicke und sogar Klangerlebnisse eingefangen und fotografisch umgesetzt, um sie als bleibende Erinnerung zu bewahren. So spannen sie „den Bogen zwischen Stadttheater und Stadtmuseum, vom Ort des Erlebens zum Ort des Begreifens, vom Ort der Aktion zum Ort der Organisation“, wie es im Flyer zur Ausstellung heißt. „Ich wünsche den Fotos dieser Ausstellung viele interessierte Betrachter – denn sie haben es verdient“, schloss Hildenbrand seine kurze Ansprache. Und er als mehrfacher Pressefotograf des Jahres kann das schließlich beurteilen. von Ingrid Zasche

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