Ausstellung bis Januar 2017

Im Wandel der Zeit

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Die Ausstellungsmacher und Schüler des Gymnasiums Marktoberdorf vor den Fotografien von „Marktoberdorf – gestern und heute“.

Marktoberdorf – Wie sich die Ansichten einer Stadt über die Jahrzehnte verändern, zeigt eindrücklich die jüngst eröffnete Sonderausstellung „Marktoberdorf – gestern und heute“ im Stadtmuseum.

Die im Damals wie im Heute fotografierten Gebäude und Plätze der Stadt – so Rauh-Kreuzung, Bahnhof, Marktplatz, Rathaus oder Frauenkapelle – unterscheiden sich weder in Perspektive noch Witterung, lediglich die Jahre liegen dazwischen. Und damit auch Jahrzehnte der Bau- und Stadtgeschichte. Die großformatigen Gegenüberstellungen entlocken dem Ausstellungsbesucher ein „Weißt Du noch...?“ sowie Fragen darüber, wie eine Stadt ihre Lebensräume zu gestalten mag.

Fragen, die sich auch die elf Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Marktoberdorf gestellt haben, die im vergangenem Schuljahr das Projektseminar Fotografie besucht haben. Unter der Leitung von Peter Herbst und Wilfried-Ernst Hölzler haben es sich die Gymnasiasten zur Aufgabe gemacht, auf der Grundlage von alten Aufnahmen Plätze und Gebäude zu fotografieren und diese Fotografien den alten Bildern gegenüberzustellen. Dabei haben die Schüler darauf geachtet, denselben Standpunkt wie der Fotograf damals einzunehmen, die Perspektive, die Jahreszeit und die Witterung dem alten Bild anzugleichen. Das sei nicht immer einfach gewesen, erklärte eine Projektteilnehmerin. Sie stand eines Sonntagmorgens auf der Rauh-Kreuzung, um diese möglichst autofrei abzulichten. Anderswo stehen heute Häuser, wo damals der Fotograf Platz hatte, sein Stativ aufzubauen. Alles in allem also eine Herausforderung. „Für uns war es eine interessante Erfahrung, wie sich das Gesicht einer Stadt in wenigen Jahrzehnten verändern kann“, erklärte Luca Römlein, Schülerin und Sprecherin des Projekts.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell band die Ausstellung in den aktuellen Kontext mit ein, die Innenstadt liebenswürdig und lebenswert zu gestalten. „Ein tolles Projekt für Marktoberdorf“, lobte er die Ausstellungsmacher. „Für alle, die die Ästhetik einer Stadt ergründen wollen.“

Die Ausstellung im Stadtmuseum ist bis zum 8. Januar 2017, jeweils mittwochs von 14 und 16 Uhr sowie sonntags von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Museumsnacht

Die Ausstellung „Marktoberdorf – gestern und heute“ ist Teil der „16. Marktoberdorfer Museumsnacht“ am kommenden Samstag, 9. Juli, und lädt ein zum Begleitprogramm. Um 19.30 Uhr findet ein Dia-Vortrag zum Thema „Alt-Markt­oberdorf“ mit Peter Herbst statt. Um 20.30 Uhr startet Herbert Eigler seine Stadtführung voller Geschichte(n) in und um Markt­oberdorf.

von Angelika Hirschberg

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