Badespaß bei jedem Wetter

Recht einsam fühlten sich offenbar die wenigen Badegäste in den letzten Tagen der Freibadsaison. Foto: Frisch

Auch bei niedrigen Temperaturen und schlechtem Wetter sollen die Bürger von Kaufbeuren zukünftig ein ungetrübtes Badevergnügen genießen dürfen. Die Witterung der letzten Wochen hatte Anlass zur Diskussion gegeben, ob und wie sich Freibad und Hallenbad eventuell abwechseln könnten und wie besser mit dem Freibad in Neugablonz kooperiert werden kann.

Stadtrat Joachim Joanni (CSU) hatte mit seinem Eilantrag zum in der jüngsten Sitzung des Ferienausschusses die Gespräche schon vor einigen Tagen ins Rollen gebracht. Das Kaufbeurer Freibad solle bei schlechtem Wetter umgehend geschlossen werden, dafür solle dann stattdessen das Hallenbad seine Pforten öffnen. Dass ein solcher „fliegender Wechsel“ aber nicht so ohne weiteres möglich sei, erklärte Gerhard Wittek von der Liegenschaftsverwaltung der Stadt. „Gerade in diesem Jahr waren im Hallenbad noch kleinere Reparaturarbeiten zu erledigen, dass diese mit dem schlechten Wetter zeitlich zusammenfielen, war einfach Pech“, so Wittek. Auch nähmen die routinemäßigen Reinigungsarbeiten stets einige Zeit in Anspruch. Nun wird nach einer Lösung gesucht, solchen „Überraschungen“ zukünftig besser zu begegnen. Die Zahlen sprechen für sich: Im August des vergangenen Jahres genossen im Kaufbeurer Freibad rund 18700 und im Neugablonzer Bad 33500 Besucher das kühle Nass, im vergangenen Monat waren es gerade einmal 6500 beziehungsweise 7200 Besucher. „Alles steht und fällt mit dem Wetter“, so Wittek. Angedacht ist daher, das Kaufbeurer Hallenbad im Sommer parallel zum Freibad zu öffnen. Im Sommer hätten die Besucher somit jederzeit die Möglichkeit, die Bäder im Innen- und Außenbereich zu nutzen. Eine weitere Möglichkeit wäre, das Hallenbad in Kaufbeuren ganzjährig zu öffnen, dafür das Freibadeangebot auf wenige Wochen im Jahr einzuschränken und den Schwerpunkt Freibad nach Neugablonz zu verlegen. Gerhard Wittek spricht sich für erstere Lösung aus, denn: „Beide Freibäder sind normalerweise sehr gut ausgelastet, der Bedarf ist da“. Dies belegen auch die Gesamtzahlen des Jahres 2010, denn trotz des wettertechnisch miserablen Monats August, liegen diese bei durchschnittlichen 42159 Besuchern in Kaufbeuren im Vergleich zu 43650 im Vorjahr. (Neugablonz: rund 57000 in 2010 und rund 75800 in 2009) Die Ausarbeitung der Pläne soll in Ruhe im kommenden Winterhalbjahr stattfinden, denn das Kaufbeurer Freibad ist ab sofort ohnehin geschlossen und das Hallenbad hat seit gestern wieder geöffnet. fr

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