Bahnhof Buchloe erneuern - Stadt und Bahn planen Komplett-Umbau

Rund 12.000 Fahrgäste nutzen täglich den Bahnhof in Buchloe. Doch besonders das Hauptgebäude ist bisher wenig einladend. Seit vielen Jahren wird über einen Umbau diskutiert. Die Planungen werden nun konkreter. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Hauptschule wurden verschiedene Möglichkeiten den Bürgern vorgestellt.

Bahn und Stadt sind gezwungen, bei der Planung des neuen Bahnhofs Hand in Hand zu arbeiten. Die Planungshoheit liegt bei der Deutschen Bahn, wie DB-Projektplaner Bernd Huthuff erklärte. Damit sind die Ergebnisse des ursprünglichen Ideewettbewerbs hinfällig. Die Planungen für das neue Gebäude übernehmen die Architekten der Bahn mit Sitz in Berlin. Für das Umfeld, insbesondere für die von der Kommune kürzlich erworbenen Grundstücke, hat die Stadt das Sagen. Gemeinsam stehe man jetzt am Beginn des Vorhabens, wurde bei der Informationsveranstaltung in der Hauptschule Buchloe deutlich. Ausführlich wurden den rund 100 interessierten Bürgern erste Ideen präsentiert. Voraussichtlich soll das alte Hauptgebäude in den kommenden Jahren abgerissen werden. Die modernen Skizzen eines Neubaus des DB-Projektleiters Bernd Huthuff lösten beim Publikum eher Ablehnung aus. “Wir wünschen uns einen traditionellen Bahnhof, der sich in die Umgebung einfügt”, bringt Bürgermeister Josef Schweinberger die Stimmung auf den Punkt. Das DB-Reisezentrum mit Automaten, Büros und einer Wartezone sollen darin ebenso Platz finden wie ein kleiner Shop für Bücher und Zeitschriften sowie eine Bäckerei oder ein Café. Die Jugendlichen in Buchloe wünschen sich zudem ein Kino und ein Fast-Food-Restaurant im neuen Bahnhofsgebäude - darüber soll demnächst noch beraten werden. Der Vorplatz soll zu einem Wohlfühl-Bereich werden mit angrenzenden Bushaltestellen, Taxi-Stand, Grünflächen sowie Kurzzeitparkplätzen für Autofahrer, die Fahrgäste zum Zug bringen oder abholen wollen. Deutlich erweitert soll der Bereich der Fahrradabstellplätze werden. Gravierende Veränderungen sind auch für die Westseite des Bahnhofsareals vorgesehen, insbesondere da die rund 300 vorhandenen Parkplätze für die 500 Pendler, die werktags mit dem Auto ankommen, bei weitem nicht ausreichen. Wenn die Karwendelstrasse verlegt und dann parallel zu den Gleisen verlaufen würde, könnten dahinter mehrstöckige Parkdecks für die Pendler errichtet werden. Diese Parkhäuser würden zugleich als Lärmschutz für die dann angrenzenden Wohnhäuser dienen.

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