Bahnhofstraße ein Schmuckstück

Nach dem neuen Park-Konzept kann das Auto vier Stunden kostenfrei im Parkhaus abgestellt werden. Foto: Bauer

Insgesamt 133 Stunden hatten sich die Mitglieder des Stadtrates in ihrer Freizeit den verschiedensten Entscheidungsgremien zur Verfügung gestellt, das hatte Bürgermeister Werner Himmer anlässlich der Jahresabschlusssitzung zusammen-gerechnet. Er dankte den Stadtvätern für ihr ehrenamtliches Engagement und machte dieses an konkreten Ergebnissen der Arbeit im zurückliegenden Jahr fest, ohne es jedoch zu versäumen, erste Herausforderungen für das neue Jahr zu skizzieren.

Dass der Haushalt die Grundlage jeglichen kommunalen Handelns ist, war natürlich nichts Neues für die Räte, dass es aber gelungen sei, den Vermögenshaushalt zu stärken und einen Teil der Schulden abzubauen, konnte angesichts unerwartet gestiegener Steuereinnahmen bei der Verabschiedung des Jahreshaushaltes nicht vorhergesehen werden. Mit erhobenem Zeigefinger wies Himmer jedoch auf eine schwierigere Haushaltsplanung in den kommenden Jahren hin, er könne nicht prognostizieren, wie die Lage sich nach 2011 entwickeln werde, allerdings bewertete er die Expansionspläne von AGCO-Fendt als positiv. Einen bereiten Raum hatte im Jahr 2010 die Innenstadtentwicklung eingenommen. Dabei seien nicht nur die Ziele festgelegt worden, sondern es sei mit dem Gestaltungshandbuch gelungen, sowohl privaten Eigentümern, wie auch der Stadt Grundlagen an die Hand zu geben, wie Räume und Gebäude künftig gestaltet werden sollen. Die Abwasserentsorgung in Hattenhofen, die Mehrzweckhalle in Geisenried und die Generalsanierung des dortigen Kindergartens seinen auf einen guten Weg gebracht worden. Auch die Dauerkontroverse um die Bahnhofstraße habe sich vor dem Hereinbrechen des Winters erst einmal entspannt und mit der Realisierung des Park & Ride Busbahnhofes und der Fertigstellung der Straße werde die Stadt künftig über ein Schmuckstück verfügen. Schule, Innenstadt, Verkehr Überzeugt gab sich Himmer von der Attraktivitätssteigerung der Stadt, die mit der Beteiligung an den wichtigsten Touristikgeschäftsfeldern der Allgäu GmbH eintreten werde. Er äußerte die Hoffnung, dass, mit Blick auf die Fernwärmeversorgung, die Futtertrocknungsgesellschaft Ruderatshofen baldmöglichst eine beständige Lösung bezüglich ihres Fortbestandes finden werde. Rund um den fließenden und den stehenden Verkehr sei einiges erreicht worden, es gebe aber auch noch viel zu tun. Besonders in Bezug auf die geplante Shared-Space-Zone in der Schwabenstraße und die unbefriedigende Situation bei den Bahnübergängen im Süden der Stadt sei noch einiges zu tun. Schwerpunktthemen für das neue Jahr werden jedoch die Entscheidungen zur St. Martin-Schule und zur Innenstadtentwicklung mit weiteren Verkehrsentlastungsmaßnahmen sein. Die letzte Sitzung des Jahres schloss der Bürgermeister mit Dankesworten an seine Stellvertreter Walter Schillhansel und Axel Maaß, an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und ganz besonders an alle aktiven Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

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