Breitbandausbau

Schnelles Internet für den Markt

+
Bestehende Schaltgehäuse werden für den Breitbandausbau vergrößert und für die Aufnahme von Glasfaserkabeln vorbereitet.

Obergünzburg – Als wichtigsten Punkt in der aktuellen Marktgemeinderatssitzung stellte Arnold Eder von der Beratungsfirma HPE GmbH aus Johanniskirchen den aktuellen Stand zum Breitbandausbau für die Marktgemeinde Obergünzburg vor. Bis zum Ende der Abgabefrist lag nur ein Angebot von der Firma Telekom vor. Dieses Angebot wurde nun bewertet.

Geprüft wurde das Angebot außerdem vom bayerischen Breitbandzentrum und die Plausibilität festgestellt, so dass das Angebot als marktgerecht anzusehen ist. „Das Angebot liegt unter den, durch die Marktgemeinde selbst gesetzten, Grenzen“, so Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus.

Die Telekom hatte für die Gemeinden Obergünzburg, Un­trasried, Günzach und Ronsberg jeweils Einzelangebote und ein Gesamtangebot vorgelegt. Lars Leveringhaus erklärte: „Durch eine Zusammenlegung in eine Projektgemeinschaft dieser Gemeinden könnten beim Bau Synergie-Effekte erreicht werden, was die Wirtschaftlichkeitslücke nochmals reduziert“. Der Marktgemeinderat entschied sich nach kurzer Diskussion für die wirtschaftlichste Lösung als Projektgemeinschaft.

Obergünzburg selbst wird aus dem bayerischen Förderprogramm mit einer Förderquote von 70 Prozent einen Zuschuss von 628.000 Euro beantragen. Somit verbleibt für die Marktgemeinde für die Verbesserung der Breitbandversorgung ein Eigenanteil von 269.000 Euro. Mit drei Gegenstimmen wurde der Beschluss angenommen. Der Baubeginn sei noch dieses Jahr. Die Fertigstellung wird zwölf Monate nach Baubeginn angestrebt.

Arnold Eder erklärte: „Für die geplanten Arbeiten werden in den nächsten Monaten 16 Kilometer unversiegelter Tiefbau notwendig, etwas mehr als drei Kilometer werden dabei versiegelter Tiefbau sein, also unter Pflaster“. Es sollen 43 Kilometer Glasfaser eingezogen, elf Schaltverteiler ausgebaut und sieben Glasfasernetzverteiler neu gebaut werden müssen. Wo immer möglich werde auf vorhandene Leerrohre zurückgegriffen.

Im Bereich der Marktgemeinde Obergünzburg wird es vier Erschließungsgebiete geben: Los neun von Heißen über Willofs, Eglofs bis Mindelberg . Los zehn wird von Habersberg über Hartmannsberg bis Freien sein. Ein weiteres Erschließungsgebiet reicht vom Mühlenberg in Obergünzburg bis Kleinreichholz und Wolfartsberg, Burg (Los 11), sowie das Los 12 von Gfäll, über Algers, Hauprechts bis Thanner.

Arnold Eder wies noch mal ausdrücklich darauf hin: „Dieser Ausbau bietet Übertragungsraten bis zu 50 MegaBit pro Sekunde (MB/s). Gebiete, die bereits 30 Mb/s haben, sind nach dem Bayerischen Breitbandförderprogramm nicht förderfähig und werden in dieser Maßnahme deshalb nicht weiter ausgebaut“. Der Ausbau dieser Bereiche werde später eigenwirtschaftlich von der Telekom ausgebaut. Weiterhin darf auch ein Ausbau im Nahbereich, also innerhalb Obergünzburgs, momentan aus technologischen Gründen nicht gefördert werden.

Bei einigen Abschnitten werden Glasfaserkabel vom Glasfaserverteiler bis direkt zum Hausanschluss (FTTH) verlegt werden, was für den Eigentümer Anschlusskosten von um die 600 Euro bedeuten werde. „Dafür sind aber später technische Übertragungsraten von 100 MB/s oder mehr möglich“, so der beratende Ingenieur.

von Wolfgang Krusche

Meistgelesene Artikel

"Wir sind die Coolsten"

Stefanie Kloß (*1984) gründete 1998 ihre erste Band, aus der einige Jahre später SILBERMOND hervorging. Seit mehr als 12 Jahren rockt sie gemeinsam …
"Wir sind die Coolsten"

Sauerei am Fieselstadion

Kaufbeuren – Der Fieselplatz in Neugablonz, Austragungsstätte unzähliger und hitziger Partien, rückt Jahr für Jahr nach Beendigung des offiziellen …
Sauerei am Fieselstadion

Bürgermeister wartet auf Anruf

Buchloe – Noch wartet Bürgermeister Josef Schweinberger auf den Anruf für eine Terminvereinbarung mit dem Vorstand des Gewerbevereins. In der …
Bürgermeister wartet auf Anruf

Kommentare