"Bauen für die Zukunft"

In Reih’ und Glied: Die Wünsche der Kinder an ihr neues Gebäude und die bereit gestellten Spaten.

„Wenn Du für die Kinder baust, dann baust Du für die Zukunft“, sagte Landrat Johann Fleschhut in seiner Ansprache zum offiziellen Spatenstich für das Gymnasium in Buchloe in der vergangenen Woche. Damit hat der Wettlauf mit der Zeit begonnen. In dem Projekt einer Öffentlich Privaten Partnerschaft (ÖPP) hat nun die bauausführende Firma Reisch die Verantwortung für die Fertigstellung des Gymnasiums übernommen. In nur 17 Monaten bis zum Schuljahresbeginn 2013/14 muss das Gebäude nicht nur fertiggestellt, sondern auch bezogen und „schulungsbereit“ sein. Oberstudiendirektor Werner Altmann vom Jakob-Brucker-Gymnasium in Kaufbeuren konnte zahlreiche Gäste aus Politik, Schulverwaltung und Bauausführung sowie viele Eltern begrüßen.

Das Gelände war schon ein wenig vorbereitet und die großen Baugeräte standen in den Startlöchern. Bei strahlendem Sonnenschein und einem typischen „bayerischen Himmel „hatten sich viele Besucher auf dem Gelände an der Kerschensteiner Straße zum offiziellen ersten Spatenstich bei einer Feierstunde eingefunden. In seiner Ansprache bedankte sich Altmann dann bei allen, die seit Auftragserteilung an das Jakob- Brucker-Gymnasium für den Aufbau des Buchloer Gymnasiums an dem Projekt beteiligt waren. Er sprach von einem schönen Tag, der außerhalb jeder Routine liege. Der wichtigste nachwachsende Rohstoff in Deutschland sei die Jugend, so die Landkreisspitze und der Neubau hätte „nicht nur den Charakter einer Hülle“, sondern wäre „der Raum, in dem sich unsere Zukunft entscheidet“. Ähnlich äußerte sich Studiendirektorin Angela Mutter als Vertreterin des Ministerialbeauftragten der Regierung von Schwaben: „Die Schule ist heute mehr als ein halbtägiger Lernort, sie ist ein Lebensraum, ein zweites Zuhause!“ Hier würden gemäß Bayerischer Verfassung nicht nur Wissen und Können vermittelt, sondern „Geist und Körper, Herz und Charakter“ gebildet. Für Bürgermeister Josef Schweinberger war es dementsprechend ein besonderer Tag und ein großes Zeichen des Aufbruchs für die Weiterentwicklung in der Bildungsgemein- schaft der Gemeinden und der Stadt Buchloe. „In einem noch nie da gewesenen Miteinander haben der Landkreis, die Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe, die Abge- ordneten, der Förderverein, das Kultusministerium und die Regierung von Schwaben gemeinsam dieses Gymnasium auf den Weg gebracht“, fasste das Stadtoberhaupt das Ergebnis zusammen. Hoch erfreut zeigte sich Doris Ballon vom Förderverein des Gymnasiums Buchloe: „Endlich ist es soweit! Das Projekt nimmt nun öffentlich sichtbar Fahrt auf.“ Auch MdL Paul Wengert hatte es sich nicht nehmen lassen, der Veranstaltung beizuwohnen und seine Freude zum Ausdruck zu bringen. „Chancengleichheit heißt Hürden überwinden“, so der Abgeordnete. Und das Team aller Verantwortlichen habe dies überzeugend durch seinen Auftritt in der Bayerischen Staatskanzlei demonstriert. Andreas Reisch betonte, seiner Firma wären Schulen besonders wichtig, weil sie eine prägende Funktion hätten. Sie seien daher „mit den besten Kräften“ angetreten. Mit großem Engagement hatten sich die Kinder als künftige Nutzer des Neubaus bei der Umrahmung der Feierstunde eingebracht. Sie zeigten nicht nur auf bunten Tafeln, was sie sich von ihrer „Schule der Zukunft“ wünschen, sondern hatten eigens kleine Einlagen mit Tanz und Pantomime einstudiert. Der Lohn wartete in Form einer versteckten Schatztruhe in einem Sandhügel, der von ihnen begeistert ausgegraben wurde und einige Leckereien zutage brachte.

Meistgelesene Artikel

Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Buchloe – Die Stadt lässt sich ihre Kindergärten etwas kosten. Das bedeutet aber auch, dass Gebührenerhöhungen unumgänglich sind. Der Hauptausschuss …
Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kaufbeuren – Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler und Kaufbeurer Stadtrat Bernhard Pohl hat sich für 2017 viel vorgenommen. Diesen Eindruck …
Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Rauchzeichen bei der Feuerwehr

Mauerstetten – Es war ein denkbar knappes Ergebnis bei der ersten Sitzung des neuen Jahres im Mauerstettener Gemeinderat. Mit sieben zu sechs Stimmen …
Rauchzeichen bei der Feuerwehr

Kommentare