Das Beste für unsere Kinder

Mit Freude und Engagement: der Auftritt der Schulband beim Festakt.

In fast zweijähriger Bauzeit wurde die Mittelschule in Buchloe energetisch saniert und optisch verschönert. Es entstand ein Passivhaus auf heutigem Stand der Technik, welches außerdem mit hellen Klassenzimmern und dezenten Farben eine warme Atmosphäre erlangt hat. Im Rahmen eines Festaktes in Anwesenheit zahlreicher Gäste sowie einem „Tag der offenen Tür“ wurde das Ereignis gefeiert. „Das Beste für unsere Kinder war der Leitspruch im Schulverbandsausschuss“, so Bürgermeister Josef Schweinberger und erinnerte damit an die Entstehung der früheren Hauptschule in den 70er Jahren

. Zu Beginn der Veranstaltung konnte Schulleiter Christian Schöne neben der Geistlichkeit zahlreiche Gäste aus Politik, Schulverwaltung, Vertreter der beteiligten Firmen sowie Lehrer und Eltern begrüßen. In einem Rückblick stellte Josef Schweinberger als Vorsitzender des Schulverbandes die historische Entwicklung von der einstigen „Bekenntnisschule“ über die Hauptschule bis zur im Oktober 2010 entstandenen Mittelschule dar. Dabei sprach er auch von einer „Änderung des schulischen Leitbildes“. Die Generalsanierung des über 30 Jahre alten Schulgebäudes mit Kosten von rund 6,3 Millionen Euro sei nur durch Unterstützung des Freistaates sowie mit Hilfe von Ämtern und Behörden möglich gewesen. „Hier sollen unsere Kinder das Rüstzeug für ihr ganzes Leben bekommen“, so der Bürgermeister. Architekt Alexander Müller gab zu, emotional berührt zu sein, denn mit den Jahren der intensiven Zusammenarbeit sei eine „freundschaftliche Verbindung“ entstanden. „Es fällt schwer, loszulassen“, so Müller. Die Sanierung im laufenden Schulbetrieb mit exakt abgestimmten Zeitplänen für Arbeiten in den Ferien sei eine besondere Herausforderung ge- wesen. Doch das Ergebnis in Form eines Passivhauses mit geringstmöglichem Energiebedarf könne „sich sehen lassen“. Unterricht wird schwerer Gabriele Holzner von der Regierung von Schwaben sprach von einer „Investition in Bildung und Ausbildung sowie in die Zukunft der Kinder und letztlich der Gesellschaft“. An dieser Schule würde nicht nur Wissen, sondern auch persönliche und soziale Kompetenz erworben. Alle wüssten, dass Unterricht und Erziehung in der heutigen Zeit nicht leichter geworden seien, so Holzner. Christliche Grundwerte würden immer mehr infrage gestellt, Reizüberflutungen machten immer mehr Kinder auch zu „schwierigen Kindern“ und manche Eltern wollten ihre Erziehungsverantwortung an die Schule abgeben. Deshalb brauche man zwar eine gute schulische Umgebung, aber auch Lehrer, die den Mut zur Erziehung hätten, gemäß einem Zitat des Schweizer Pädagogen Pestalozzi: „Erziehung, das ist Liebe und Vorbild!“ MdL Angelika Schorer empfand eine „wunderbare Atmosphäre und einen neuen Geist in diesem Haus“, das Chancengleichheit für alle biete. „Ein Kind ist kein Gefäß, das aufgefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden muss“, so die Abgeordnete. Landrat Johann Fleschhut bezeichnete Bildung als beste Investition mit höchsten Erträgen. „Da macht Geld ausgeben Spaß“, so Landrat Fleschhut. Eine lebendige Schule Schulleiter Christian Schöne bedankte sich beim Schulverband, allen Beteiligten sowie dem Hausmeister und dem Reinigungsteam. Sein Dank ging insbesondere an die Schüler für das Verständnis während des Umbaus und schloss mit den Worten: „Dies ist eine starke, lebendige und prickelnde Schule!“ Dies stellten die Schüler dann auch selbst unter Beweis. Die Moderation des Festaktes übernahm Schülersprecher Gerrit Loose. Mit Musikstücken, einer Tanzeinlage und einem humorigen Sketch über die Umbauzeit wurde das Engagement der Schüler aller Jahrgangsstufen über die schulischen Leistungen hinaus deutlich. Sie umrahmten damit die Feierstunde in äußerst gelungener Art und Weise.

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