Bestnoten in Sachen Sicherheit

In Ergänzung der kürzlich vorgestellten Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West (wir berichteten) hat der Sicherheitsbeirat der Stadt die aktuelle Sicherheitslage in Kaufbeuren behandelt. Kernpunkte waren dabei die Daten der Kaufbeurer Polizeiinspektion (PI) für das Jahr 2010. Die Kriminalitätsquote ist weiter rückläufig, während die Aufklärungsquote gleichzeitig anstieg. Auch die seitens der Stadt vorgestellten Ergebnisse der seit 2005 laufenden Aktion „Dunkle Ecken“ ließ keine gravierenden Mängel erkennen.

In der ersten Sitzung des Sicherheitsbeirates in diesem Jahr konnte Oberbürgermeister Stefan Bosse erneut feststellen, dass die objektive Sicherheitslage in Kaufbeuren ausgezeichnet ist. Polizeihauptkommissar Reinhard Janko als stellvertretender Leiter der PI bezeichnete Kaufbeuren als „die sicherste kreisfreie Stadt Bayerns südlich der Donau“. Kaufbeuren steht in Bayern auf Rang vier der sichersten Städte. Eine um 4,2 Prozent gesunkene Quote bei Straftaten und eine um 4,3 Prozent gestiegene Aufklärungsquote sind nur ein Beleg dafür. Mit einem Rückgang von 27 Prozent haben die Delikte von Jugendlichen unter Alkoholeinfluss deutlich abgenommen. Die relativ große Dunkelziffer im Bereich der Rausch- giftdelikte lässt jedoch keine aussagekräftige Bewertung des Anstiegs zu. Schwankungen gibt es auch im Betrugsbereich. Die Rückgänge des Jahres 2009 wurden durch Steigerungen im letzten Jahr ausgeglichen. Ein Schwachpunkt in der Verkehrssituation wurde laut OB Bosse jetzt beseitigt: Auf Höhe des Rathausneubaus „Am Graben“ wurde eine Fahrbahninsel zur gefahrloseren Überquerung der Straße angebracht. Gestiegene Aggressionen Ein Phänomen machte auch vor Kaufbeuren nicht halt: Hier handelt es sich um Aggressionen bei Sportveranstaltungen. Die Auseinandersetzungen nach fast jedem Spiel des ESVK in der 2. Eishockeybundesliga mit dem Fanklub „Jokeria“ führten zu zusätzlichen 666 Einsatzstunden der Polizei. Allerdings bewirkte die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle des ESVK mittels Stadionverboten einen deutlichen Rückgang der Aggressionen. Die von Christa Schönhaar vorgestellten Ergebnisse der Aktion „Dunkle Ecken“ umfassten 14 Örtlichkeiten im Bereich Kaufbeuren und Neugablonz. Ein Teil der überprüften Orte war jedoch nicht zu beanstanden. In anderen Fällen können durch Baumschnitte oder den Austausch von Beleuchtungskörpern mit höherer Lichtstärke die beanstandeten Mängel abgestellt werden. Auf Antrag von Stadtrat Dr. Thomas Jahn (CSU) wurde das Spielplatzkonzept angesprochen. Hintergrund waren massive Beschwerden in der Bürgerversammlung hinsichtlich des Spielplatzes an der Moosmangwiese. Bruno Dangel vom Ordnungsamt berichtete, dass mehrfache nächtliche Kontrollen bisher keine Bestätigung für die Klagen ergeben hätten. Es werde aber weiter kontrolliert. Auch Reinhard Janko konnte seitens der Polizei nur feststellen, dass Kontrollen in zehn Nächten keine Probleme aufgezeigt hätten. Er gab die Empfehlung, sich bei auftretenden Störungen auf jeden Fall mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Der Oberbürgermeister verwies auch auf das Erfolgsmodell „Sicherheitswacht“. Durch die Anhebung der Personalstärke von bisher sechs auf zwölf Personen gebe es zukünftig deutlich mehr Kontrollmöglichkeiten in der Stadt.

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