Betriebe mit Magnetwirkung

Die Marktoberdorfer Innenstadt muss nach Meinung der Stadträte für Bürger wie Besucher attraktiver werden. Knackpunkt sei der Einzelhandel. Es dürfe nicht noch mehr innenstadtrelevantes Sortiment „nach draußen“ verschwinden. Nur mit Lebensmittelgeschäften sei die Innenstadt „überversorgt“, sagte Stadtbaumeis- ter Peter Münsch in der Stadtratssitzung.

Die Grundlage für Münschs Ausführungen bildete das überarbeitete Zentrenkonzept, dass das Architekturbüro Heider kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt hatte (wir berichteten). Demnach hat die Stadt nicht vermocht, die Einkaufsmöglichkeiten an den Rändern der Innenstadt – beispielsweise im Bereich „westlich der Bahnhofstraße“ oder in der Brückenstraße (Netto, Takko, McDonald’s) – ins Zentrum zu integrieren. Denn Heiders Studie zufolge werden zwei Drittel des typischen Innenstadtsortiments wie Unterhaltungselektronik, Bekleidung oder Drogeriewaren eher an den Rändern der Innenstadt angeboten. Solche Magnetbetriebe gehörten aber ins Stadtzentrum. Im Marktoberdorfer Westen soll deshalb das innenstadtrelevante Sortiment nicht mehr ausgebaut werden dürfen. Allerdings befürwortet das Konzept Lebensmittelgeschäfte in Wohngebieten. Diese sollten weiterhin ortsnah mit Dingen des täglichen Lebens versorgt werden. Bei sieben Gegenstimmen beschloss der Stadtrat, das Zentrenkonzept weiter zu verfolgen.

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