Bewegender Abschied nach 25 Jahren

Es sei wie mit einem Paar Pantoffeln: Erst, wenn man es abgetreten hat, denke man mit Wehmut daran zurück. Mit diesem Vergleich versuchte Günter Frank, zukünftiger Schulleiter der Hauptschule Marktoberdorf, die Stimmung auszudrücken, die nicht nur ihn beim offiziellen Abschied von Rektor Leonhard Reichhart in der Aula der Hauptschule Marktoberdorf ergriff. Nach 25 Jahren im Dienste der Schüler, Eltern und Lehrer gab es für ihn zum Abschied ein fast vierstündiges buntes Festprogramm mit vielen emotionalen Momenten.

Als Urgestein der Hauptschule Marktoberdorf betitelte Frank den scheidenden Rektor Reichhart in seiner Rede: Seit 35 Jahren an der Schule und seit 25 Jahren in der Schulleitung sei ihm jederzeit die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern wichtig gewesen. Mit Kontinuität und Beständigkeit habe er die Schule geleitet, in der er im Schuljahr 1974/75 als einer von 78 Lehrkräften seinen Dienst antrat. Damals noch Gesamtschule mit 1200 Schülern, erinnerte sich Reichhart an Klassenstärken mit bis zu 43 Kindern. Während seiner Zeit als Schulleiter sei er in vielen Bereichen gefordert gewesen: Sei es als Verwalter, Statistiker, Psychologe, Jurist, Architekt, als Verantwortlicher für die Fortbildung der Lehrkräfte und als Beurteiler. „Wie gut, man hätte in manchen Bereichen eine Ausbildung gehabt“, fügte er schmunzelnd hinzu. Schulamtsdirektorin Eva Severa-Saile würdigte vor allem den unermüdlichen pädagogischen Einsatz Reichharts und sein berufliches Lebenswerk. Als erster Vorsitzender des Hauptschulverbandes erinnerte Bürgermeister Werner Himmer, dass während Reichharts Tätigkeit als Rektor immer zu spüren war, dass für ihn das Wohl der Schule und der Schüler obenan stand und er sich sowohl im Kollegenkreis als auch bei den Schülern großer Beliebtheit erfreuen konnte. Auch Andrea Müller, Vorsitzende des Elternbeirats, die schon bei Reichhart die Schulbank drückte, bedankte sich vor allem für die Etablierung von Schulsozialarbeitern an der Schule. Auch sonst habe man gemeinsam so Einiges bewegt. Schwerer Abschied Überwältigt war Reichhart von der „grandiosen Abschlussfeier“. Es falle ihm schwer, Abschied zu nehmen, aber er werde sich nun verstärkt Dingen widmen für die er bisher wenig Zeit gefunden hatte. Vor allem wolle er Spanisch lernen. Seine Abschiedsrede endete mit den Worten: „Schön war die Zeit an der Hauptschule Marktoberdorf“.

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