Der mit dem Biber tanzt

Der erste Biberbeauftragte der Stadt Kaufbeuren, Stefan Schopf, bekam seine Ernennung von OB Stefan Bosse überreicht.

Seit vergangener Woche hat die Stadt Kaufbeuren einen eigenen staat- lich geprüften Biberbeauftragten. Mit einer Urkunde begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse, den Fachberater für Biber, Stefan Schopf, in seinem Amt, dessen Aufgabe die präventive Problemlösung im Sinne des Natur- schutzes beinhaltet.

Vorgeschlagen wurde Stefan Schopf, der als Mitglied im „Jagdschutz- und Jägerverein Kaufbeuren“ schon mit der Stadt zusammengearbeitet hatte, vom Biberbeauftragten des Günztals Helmar Schreiter. In der Vergangenheit stand Schreiter immer wieder dem Leiter des städtsichen Umweltamtes Heribert Schaller tatkräftig beratend und unter- stützend zur Seite. Größere Problematiken gab es laut Schaller im Jordanpark, wo unlängst mit großer Mühe ein Biber vertrieben werden konnte. Ein Problem sei dabei die Entenfütterung: „Übereifrige Entenfütterer locken unter anderem auch reviersuchende Biberjungtiere an“, so Schaller. Wenn sich Biber dann dort ansiedeln, wäre mit gravierenden Baumschäden, schlimmstenfalls mit unkontrollierten Stauungen des Jordans zur rechen. Auch im Oberbeurer Quartier „Mös- le“ klagten bereits Bewohner über Fraßschäden an Obstbäumen –wobei eine Anstauung der Zuläufe zu dem Rückhaltebecken gravierendere Probleme, wie beispielsweise groß- flächige Überschwemmungen, bereiten würde. Die Aufgabe des Biberberaters ist hier, in enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof und der Umweltbehörde die Auswirkungen zu erkennen und zu beseitigen, so- wie vorbeugende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. In letzter Instanz, zur Sicherheit der Bevölkerung, beispielsweise wenn Bauwerke wie Kläranlagen oder Stauwerke durch Biberaktivitäten beschädigt werden, kommt es zu einer sogenannten „finalen Entnahme“. Diese kann, wenn möglich, eine Umsiedlung ins Ausland, aber auch, mit Genehmigung der Naturschutzbehörde, eine „Tötung“ bedeuten, so Schopf. Er hofft allerdings, „dass dies, dank vorausschauender Biberberatertätigkeit“ in absehbarer Zukunft nicht nötig sein wird. Helmar Schreiter unterhielt alle Anwesenden mit kurzweiligen Biberanekdoten aus seiner langjährigen ehrenamtlichen Arbeit und bot an, dem ersten Biberbeauftragten der Stadt Kaufbeuren auch zukünftig mit seiner Erfahrung beratend zur Seite zu stehen.

Meistgelesene Artikel

Tödlicher Verkehrsunfall auf der B16

Auf der B16 zwischen der B12-Anschlussstelle bei Marktoberdorf und Biessenhofen ist es am frühen Nachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen.
Tödlicher Verkehrsunfall auf der B16

Buntes Treiben beim Buronia-Gala-Ball

Kaufbeuren – Rund 240 festlich gewandete Ballgäste hatten sich am vergangenen Samstag im Stadtsaal eingefunden, um am 151. Buronia-Gala-Ball der …
Buntes Treiben beim Buronia-Gala-Ball

Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Buchloe – Die Stadt lässt sich ihre Kindergärten etwas kosten. Das bedeutet aber auch, dass Gebührenerhöhungen unumgänglich sind. Der Hauptausschuss …
Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Kommentare