Vertragsunterzeichnung sichert die Wasserversorgung

Interkommunale Zusammenarbeit

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Biessenhofens Bürgermeister Wolfgang Eurisch und Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse unterzeichneten den Vertrag zur einjährigen Wasserversorgung Biessenhofens durch Kaufbeuren mit einem Hausanschlussschieber als Symbol für die Versorgungsleitung.

Kaufbeuren/Biessenhofen – „Die Gemeinde Biessenhofen hat etwas sehr kostbares“, betonte Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse kürzlich bei einem Pressetermin im städtischen Rathaus. Was er damit meint ist das dort vorhandene Trinkwasser.

Die kommunale Wasserversorgungseinrichtung soll im nächsten Jahr erneuert werden und dazu übernimmt die Stadt Kaufbeuren in dieser Zeit die Wasserlieferung. Dies wurde nun von OB Bosse und Biessenhofens Bürgermeister Wolfgang Eurisch vertraglich festgehalten. 

Auf der Agenda der Gemeinde mit 4000 Einwohnern stehen die Sanierung von gemeindlichen Gewinnungsanlagen, des Hochbehälters Hörmanshofen sowie der Verbindung der Ortsnetze Biessenhofen, Altdorf und Ebenhofen. Die neuen Versorgungsleitungen werden eine Gesamtlänge von rund zweieinhalb Kilometern haben, erklärte Caroline Moser, Werkleiterin des Städtischen Wasserwerks Kaufbeuren. 

Etwa 1,9 Millionen Euro wird Biessenhofen in die kommunale Trinkwasserversorgung investieren, bestätigte Eurisch. Während der einjährigen Bauphase, die im kommenden Frühjahr beginnt, übernimmt Kaufbeuren die Wasserlieferung, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, die „an vorderster Stelle“ steht. 

Damit die Wasserlieferung aufgenommen werden kann, gibt es ein Übergabegebäude mit Druckerhöhungsanlage in Ebenhofen. Diese bleibt auch nach Abschluss der Umbauarbeiten bestehen, damit man „in Notsituationen darauf zurückgreifen kann“, so der Kaufbeurer Rathauschef. 

„Wir hoffen, dass das Wasser euch gut schmeckt“, sagte Bosse augenzwinkernd, worauf Biessenhofens Gemeindeoberhaupt nur erwidern konnte: „Natürlich – es ist schließlich unseres“. Die Stadt Kaufbeuren wird nämlich vom Tiefbrunnen in Ebenhofen mit Wasser versorgt und leitet einen Teil davon künftig für ein Jahr zurück nach Biessenhofen. „Wir werden für die Rückleitung unseres eigenen Wassers netterweise zahlen“, lachte Eurisch über dieses Paradoxon. 

In den kommenden Wochen werden Planungsarbeiten durchgeführt und das Vergabeverfahren ausgearbeitet. Im Frühjahr werden die Baumaßnahmen beginnen und 2016 sollen die Arbeiten fertiggestellt sein. von Martina Staudinger

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