Preisverleihung: Fotowettbewerb "Flüsse und Gewässer in Schwaben"

Sehnsuchtsorte entdeckt

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Ehrung des Ersten Preisträgers Dieter Bergmann (Mitte) durch Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert (re.) und Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl.

Ostallgäu/Schwaben – Schwabens Fotografen haben alle Erwartungen der Veranstalter weit übertroffen. „Noch nie gab es auch nur annähernd so viele Einreichungen“, freute sich Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert bei der Preisverleihung in Augsburg.

Das viel versprechende Naturthema mobilisierte 257 Fotoamateure, Mitglieder von Fotoclubs, Schüler und Studenten. Preise gingen nach Kaufbeuren, Kempten, Buchloe und Burgau. Dieter Bergmann aus Biessenhofen überzeugte auf dem ersten Platz mit einer Schwarz-Weiß-Fotografie der „Straßen- und Eisenbahnbrücke über die Wertach bei Kaufbeuren.“ 

Es wirkt bedrohlich: Die massiven Pfeiler, die Mächtigkeit des Spannbetons. Fast natürlich wirkt dagegen die Eisenbahnbrücke von 1904 mit Rustikamauerwerk und ihren Bögen. Sie erinnert an alte Natursteinbrücken. Technische Monumentalität und frühe Brückenbaukunst dominieren die Wertach. Die Geschichte der technischen Unterordnung des Flusses lässt sich im Foto von Dieter Bergmann ablesen. Die S/W-Fotografie betont die Radikalität des menschlichen Eingriffs. 

Einen zweiten Preis erhielt Gregor Derzapf aus Kaufbeuren mit seinem Foto „Wertach bei Kaufbeuren. Bin am Angeln, brauche Ruhe…”. So regelmäßig und so plastisch wie die Fäden einer Webmaschine rauschen breitgelagert die Fluten der Wertach über die Staustufen. Es könnten auch Stoffbahnen sein, die in einen grau-grünlichen Spiegel übergehen. Die Harmonie, oder besser gesagt, die Fische, sucht ein Angler. Er stört die meditative Ruhe des Bildes. Er selbst kann das Getöse des Flusses auch nur mit Kopfhörern ertragen. 

Herbert Wittal aus Buchloe bekam für sein Foto „Eistobel 1” einen dritten Preis von der Jury, die sich aus Bezirkstagsvizepräsidentin Ursula Lax, Dr. Ulrich Mäck (Geschäftsführer der ARGE Donaumoos), Ludwig Reisner (VHS Fotogruppe Dillingen), Dr. Jens Soentgen (Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt an der Universität Augsburg) und dem Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl bildet. 

Wittal hielt ein Fluss im engen Felsenbett, die bemoosten Felsen überzogen mit kleinblättrigem, herbstlichen Laub, Büschen und Bäumen in seinem Bild fest.

 „Die Erkundungen Schwabens über die Fotografen zeigen uns die Flusslandschaften und Gewässer in ihrem Reichtum, ihrer Gefährdung und als Sehnsuchtsort“, sagte Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl.

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