OB Bosse antwortet auf offenen Brief der Piraten

Offener Brief – offene Antwort

Kaufbeuren – Die Piraten-Partei Kaufbeuren-Ostallgäu hat sich ein kontrovers diskutiertes Thema auf die Fahne geschrieben: den Umbau des Kaufbeurer Bahnhofs. Für ihre Ideen haben sie um Unterstützung bei OB und Landrat nachgesucht – jetzt liegt Bosses Antwort vor.

Kürzlich hat die Piratenpartei Kaufbeuren-Ostallgäu Kurs auf ein vieldiskutiertes Kaufbeurer Thema genommen: den Umbau des Bahnhofs mit der Errichtung eines neuen Empfangsgebäudes und die verschiedenen Möglichkeiten zur Nutzung des Geländes. Nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn (DB) hatten sich die Piraten in einem „offenen Brief“ an den Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse und Landrat Johann Fleschhut gewandt und um Unterstützung für die neugewonnenen Pläne geworben (wir berichteten). Nun liegt die Antwort von Bosse vor. 

Er danke der Piratenpartei mit ihrem politischen Geschäftsführer Peter Bauch für das Schreiben und die Vorschläge, betont Bosse gleich zu Beginn des Briefes – er habe die Vorschläge den zuständigen Abteilungen zur Prüfung vorgelegt. 

Ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt das Stadtoberhaupt den Piraten in Bezug auf deren Mitteilung, man habe bei dem Gespräch mit dem Chef der Abteilung Netze in Bayern Günther Pichler und der Architektin Iris Ludwig signalisiert bekommen, dass die Wünsche von Bürgern berücksichtigt würden. „Das ist nichts Neues, das hat die Bahn bereits auf der entsprechenden Bürgerversammlung zugestanden“, so Bosse. Dasselbe gelte für den Einfluss der Bürger auf die Fassadengestaltung und die Möglichkeit eines Pultdachs statt eines Flachdachs. 

In ihrem Brief hatten die Piraten darüberhinaus vorgeschlagen, Freiflächen im Bahnhofsgebäude zum Nutzen der Bürger, zum Beispiel für die Unterbringung des Kaufbeurer Job- centers, eine Jugendherberge oder eines Veranstaltungsraums zu nutzen. 

Die Überprüfung dieser Vorschläge habe nun folgendes ergeben, so Bosse in seinem Antwortbrief: „Das Jobcenter Kaufbeuren ist seit rund einem Jahr in Neugablonz untergebracht. Hier besteht ein langfristiger Mietvertrag.“ Prinzipiell positiv bewertet Bosse den Vorschlag einer Jugendherberge, erinnerte aber daran, dass solche Projekte bislang in Kaufbeuren mangels eines Betreibers gescheitert seien. Die Stadt selbst dürfe nicht als Betreiber auftreten. Einen „weiteren Veranstaltungsraum“ benötige die Stadt nach Betrachtung der bisherigen Auslastung nicht. 

Bosse erklärt jedoch seine Unterstützung „beim Sammeln weiterer Ideen“ und weist darauf hin, dass man von Stadtseite her selbst seit einigen Jahren bezüglich einer sinnvollen Nutzung des Platzes mit der Deutschen Bahn im Gespräch sei. Leider habe bislang kein Plan, wie zum Beispiel die Nutzung durch die FOS/BOS, die Zustimmung aller Beteiligten gefunden. von KREISBOTE

Meistgelesene Artikel

Bau der Fußgängerzone: Zuschlag erteilt

Kaufbeuren – Der Kaufbeurer Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung über die Vergabe der Bauarbeiten für die Kaufbeurer Fußgängerzone entschieden. Den …
Bau der Fußgängerzone: Zuschlag erteilt

Rauchzeichen bei der Feuerwehr

Mauerstetten – Es war ein denkbar knappes Ergebnis bei der ersten Sitzung des neuen Jahres im Mauerstettener Gemeinderat. Mit sieben zu sechs Stimmen …
Rauchzeichen bei der Feuerwehr

Außergewöhnliche "Lesung 4.0" mit Essensdrucker

Kaufbeuren – Eine Buchpräsentation und Lesung mit ungewöhnlicher, multimedialer Zukunftsshow erwartet das Publikum am nächsten Dienstag, 24. Januar …
Außergewöhnliche "Lesung 4.0" mit Essensdrucker

Kommentare