Brunnen kann gebaut werden

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WOLFGANG BECKER Kaufbeuren – Der Künstler-wettbewerb für einen Brunnen am Zollhäuschen in Kaufbeuren ist abgeschlossen. Die Entwürfe sind im Foyer vor dem Sitzungssaal im Rathaus-Neubau ausgestellt und dort noch bis Freitag, 23. April, zu den normalen Öffnungszeiten zu sehen. Der Bau- und Umweltreferent der Stadt Kaufbeuren, Ralf Baur, erläuterte zur Eröffnung der Ausstellung die Hintergründe für dieses Projekt, welches durch den Wettbewerb den Vorteil einer Bandbreite an Lösungen bot. Grundlage war ein Beschluss der Stadtverwaltung aus dem Jahre 2007, der Technischen Schule der Luftwaffe 1 (TSLw 1) anlässlich ihres 50-jährigen Bestehen einen Brunnen, als äußeres Zeichen der Verbundenheit zwischen Stadt und der Luftwaffe, zu widmen. Die dreiköpfige Jury und ein beratendes Mitglied der TSLw 1 hatten es sich im intensiven Gedankenaustausch nicht leicht gemacht, zwischen den eingereichten sechs Vorschlägen der Künstler Alfred Görig (München), Det Blumberg (Mauerstetten), Manfred Mayerle (München), Christian Hörl (Ruderats-hofen), Peter R. Müller (Irsee) und Roman Harasymiw (Irsee) zu entscheiden. Zu den Bewertungskriterien gehörten unter anderem die vorbildliche Einbindung in die Umgebung des Platzes, die Gestaltung sowie die funktionale Brauchbarkeit und Robustheit. Nun ist die Entscheidung gefallen: Den 1. Platz des Wettbewerbs erhielt der Entwurf des Künstlers Manfred Mayerle aus München und auch der Bauausschuss gab sein einstimmiges Votum für diesen Vorschlag. Der Brunnen besteht aus einer Kugel (etwa 1,20 Meter Durchmesser), die in einer kreisförmigen Mulde liegt. Drei Elemente stehen direkt in Verbindung zu dem „Mulden-Kreis“. Auffällig die im Boden eingelassene Silhouette eines Eurofighters, die vier historische Jahreszahlen des Fliegerhorstes beinhaltet und damit die Verbindung zur TSLw 1 symbolisiert. Diese Kontur soll jedoch noch so angepasst werden, dass sie einen nicht typengebundenen Jet darstellt. Des Weiteren ein seitlich an der Kugel abgeschnittenes Kugelsegment und ein Kreis mit der Aufschrift „Das Wasser – ist es der Schatz der Erde? Oder ist es ein Geheimnis des Himmels?“. Und dieses alles verbindende Element, das Wasser, quillt - einer Quelle gleich - aus einem Schlitz der abgeschnittenen Kugel und lässt viel Spielraum für die individuellen Interpretationen eines Betrachters, worauf der Künstler viel Wert legt. Wie Baur betonte, steht dieser Entwurf nicht in Konkurrenz zur historischen Silhouette des Zollhäuschens und bedeutet im städtebaulichen Ansatz eine klare Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Der Standortälteste und Kommandeur der TSLw 1, Oberst Richard Drexl, zeigte sich sehr erfreut über den Brunnen. Auch wenn die TSLw 1 über 50 Jahre Bestandteil der Stadt sei, wäre solch ein Geschenk nicht selbstverständlich. Er versprach, das Geschenk auch zukünftig als Verpflichtung zur Unterstützung der Stadt seitens der TSLw 1 im Rahmen seiner Möglichkeiten zu verstehen.

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