Aufzug in Planung

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Buchloes Rathaus soll demnächst behindertengerecht umgebaut werden. Dafür gibt es von der Regierung von Schwaben hohe Zuschüsse.

Buchloe – Viele öffentliche Einrichtungen in Buchloe sind behindertengerecht gestaltet. So auch Buchloes neuer Bahnhof. Einzig das Rathaus hinkt dieser Entwicklung hinterher. Das soll nun geändert werden.

In der jüngsten Bauausschusssitzung hatte Bürgermeister Josef Schweinberger das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Es soll sowohl ein Fahrstuhl gebaut werden als auch eine behindertengerechte Toilette eingerichtet werden.

103.000 Euro wird diese Maßnahme kosten. Der Rathauschef konnte dem Ausschuss gleich die erfreuliche Mitteilung machen, dass im Rahmen des „Kommunalen Investitionsprogrammes“ der Umbau mit 83.700 Euro gefördert wird. Die Regierung von Schwaben habe bereits die Fördermittel bewilligt. Voraussetzung sei ein Bauantrag, den die Stadt stellen muss, quasi von Abteilung zu Abteilung.

Der neue Aufzug ist ein Außenaufzug, der allerdings nur von innen benutzt werden kann. Wenn man das Rathaus betritt, kommt der Zugang zum Aufzug nach einigen Metern am Rücksprung des Gebäudes auf der rechten Seite. Damit sind für gehbehinderte Menschen auch die Abteilungen im ersten Stock erreichbar. Der Aufzug selbst wird in verglaster Form bestellt. Die Behindertentoilette wird im Erdgeschoss eingebaut.

Es war Stadtrat Franz Lang, dem diese Maßnahmen nicht ausreichend erschienen. Für ihn fängt das Problem behinderter Menschen schon an der Rathaustüre an. „Wie soll ein Rollstuhlfahrer überhaupt unsere Rathaustüre aufkriegen“, frage Lang. Die Stadträte und der Bürgermeister fanden den Einwand gut. Josef Schweinberger betonte, das Problem sei technisch lösbar. Die einfachste Lösung sei vielleicht eine Sprechanlage. Dann könne ein Rathausbediensteter die Türe öffnen. Denkbar sei aber auch ein automatischer Türöffner. Eine Entscheidung über die Lösungsmöglichkeiten gab es nicht. Ansonsten stimmte der Bauausschuss dem Antrag zu.

von Siegfried Spörer

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