Nach Exkursion: Anregungen für die Gestaltung der Kaufbeurer Fußgängerzone

Fußgängerzonen im Vergleich

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Beispiel Memmingen: Die schmale Gasse mit den hellen großen Platten und Fassaden wirkt großzügig und lockt auch in die Tiefe des Raumes.

Kaufbeuren – Zu einem Gedankenaustausch über die zukünftige Sanierung der Fußgängerzone trafen sich kürzlich Vereinsmitglieder des Bürgerforum Kaufbeuren e. V. und weitere interessierte Bürger im Gasthof Hasen. Dabei standen sowohl die kürzlich durchgeführte Exkursion in mehrere Städte der Region als auch die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt im Mittelpunkt.

Die Informationen wurden durch eine von Vereinsmitglied Wolfgang Ewald erstellte Fotodokumentation der aktuellen Fußgängerzone abgerundet und führten als Ergänzung zu angeregten Diskussionen bei den Anwesenden. Die unlängst vonseiten des Bürgerforums organisierte kostenlose Fahrt für alle interessierten Bürger hatte in die Nachbarstädte Memmingen, Wangen, Isny und Kempten geführt. 

Bei der Besichtigung mit einheimischen Führern standen die fußläufigen Bereiche der Innenstädte im Vordergrund, die teilweise saniert waren. Vereinsvorsitzender Oliver Schill machte allerdings deutlich, dass eine direkte Vergleichbarkeit mit Kaufbeuren aufgrund unterschiedlicher Strukturen nur in Teilen möglich ist und als Anregung dienen soll. 

Positive Aspekte und Kritikpunkte 

In der Rückschau der besuchten Städte kristallisierten sich mehrere Aspekte heraus, die als positiv angesehen wurden: großflächige, fast fugenlos verlegte Granitplatten für gute Begehbarkeit aller Bürger, ansprechende Fassadengestaltung der Häuser, Brunnen und Wasserführungen in verschiedenen Varianten mit Zugängen für Kinder, Begrünungen und Sitzmöglichkeiten ohne Bewirtung, Nutzung auch kleiner Plätze sowie kaum vorhandene Leerstände. 

Eine Hauptkritik bei der Betrachtung der Kaufbeurer Bilder war die auffällige Reklame und Firmenbezeichnung an einigen Häusern, die teilweise im krassen Widerspruch zum alten Baubestand steht. Verwaiste kleine Plätze mit der Anbindung zur Fußgängerzone fielen ebenso auf wie Leerstände und fehlende Sitzgelegenheiten. Aber es gibt auch einige Beispiele von alten Stadthäusern in Kaufbeuren, die zeigen, dass es anders geht. 

Und wie schon oft in vergangenen Diskussionen wünschte sich mancher ein Lebensmittelgeschäft für die Innenstadt. Es wurde auch der Wunsch nach einer Vereinbarung für die Nutzung der Flächen im öffentlichen Raum geäußert, um die gegenseitigen Interessenlagen der vielen Nutzer zu regeln.

von Wolfgang Becker

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