"In einer politischen Innovationspartnerschaft alle Ebenen der landwirtschaftlichen Produktion mit einschließen"

"Landwirtschaft ist nicht von gestern"

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Michael Gschwender (Vice President AGCO/Fendt, v. li.), Ekkehart Gläser (Vice President AGCO/Fendt), Karl Heinrich Brandt vom Landwirtschaftsministerium, Prof. Martin Richenhagen (President AGCO/Fendt), Andreas Loewel (Direktor Fendt Vertrieb Deutschland), Angelika Schorer (MdL), Roland Schmidt (Direktor Fendt Marketing), Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, Peter-Josef Paffen (Vice President AGCO/Fendt, Vorsitzender der Geschäftsführung), Dr. Theo Waigel (Aufsichtsrat der AGCO GmbH), Dr. Heribert Reiter (Vice President AGCO/Fendt) und Gerd Sonnleitner (Aufsichtsrat der AGCO GmbH) reihten sich um einen Miniatur-Traktor.

Marktoberdorf – Hoher Besuch bei AGCO/Fendt: der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt ließ es sich nicht nehmen, während seiner Informationsvisite selbst mit einem Fendt Vario über das Gelände von Fendt zu fahren. Und auch sonst zeigte sich der Minister angetan vom Marktoberdorfer Unternehmen.

Der Besuch des Ministers begann mit einem Rundgang durch die Fendt Traktorenproduktion in Marktoberdorf. „Trotz immenser Technik, sind diese Maschinen noch einfach zu steuern. Davon konnte ich mich selbst überzeugen, als mir Herr Paffen eines seiner Produkte anvertraut hat“, schilderte Schmidt seine Eindrücke. Peter-Josef Paffen ist Vorsitzender der Geschäftsführung im Marktoberdorfer Unternehmen. 

Nach dem Werksbesuch fuhr Schmidt mit einem neuen Fendt 939 Vario zum Kundenzentrum Fendt Forum. „Ich habe den Traktor auch unbeschädigt wieder abgegeben“, scherzte Schmidt später. Bei einem Informationsgespräch tauschten sich die Geschäftsführung von Fendt sowie der CEO, Chairman und President des AGCO Konzerns, Professor Martin Richenhagen mittags über wichtige Themen der Agrarwirtschaft aus. 

„Wir haben die Zeit genutzt, um uns über die internationalen Märkte zu unterhalten, schließlich ist AGCO ein wichtiger Global Player im Landtechnikbereich“, so der Bundesagrarminister im Anschluss an den Rundgang im Pressegespräch. „Dementsprechend haben wir uns beispielsweise zur Frage des Freihandels ausgetauscht.” 

Auch die Agrarpolitik war am Vormittag ein Thema: „Die Herausforderungen in Bezug auf Umweltfragen bis hin zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei landwirtschaftlichen Maschinen sind Forderungen, denen man sich hier bei AGCO/Fendt stellt“, so Schmidt. 

Beim Pressetermin fasste Schmidt zusammen: „Ohne Technik und Innovation werden wir es nicht schaffen, im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen zu ernähren. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir in einer politischen Innovationspartnerschaft alle Ebenen der landwirtschaftlichen Produktion mit einschließen – dazu können in aller erster Linie Unternehmen wie Fendt beitragen“. 

Der Minister sprach in diesem Zusammenhang von der „Landwirtschaft 4.0“. Das Ministerium plane in diesem Bereich eine Initiative, bei der sich auch das Unternehmen gerne mit einbringen werde, wurde AGCO Chef Prof. Martin Richenhagen aus dem Gespräch zitiert. Er halte das Unternehmen für einen guten Partner und Ideengeber „gerade weil wir uns hier komplett offen positioniert haben, und damit anders als der Wettbewerb”. „Wichtig ist, dass AGCO/Fendt dokumentiert, dass Landwirtschaft nicht von gestern ist, sondern eine innovative Wirtschaft”, ergänzte Schmidt. 

Auf Nachfrage sprach der Landwirtschaftsminister, der vor kurzem die Milchmarktregelung abschaffte, auch von seinem privaten Konsum: „Ich achte beim Milchkauf auf den Preis, nehme lieber den teuereren Hüttenkäse”. Er kaufe „preiswert” ein, nicht im Sinne von billig, sondern wähle vielmehr den Preis, den das Produkt wert sei. 

Angelika Schorer, MdL und Vorsitzende des Agrarausschusses, sah während des Besuchs einen „beeindruckten” Minister und möchte die Ausführungen des Ministers als Anstoß für die Umsetzung nehmen.

von Martina Staudinger/kb

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