Catrin Riedl (SPD) tritt bei OB-Wahl 2014 an

Für den Wechsel

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Rückhalt für die Kandidatin: Catrin Riedl freute sich über ihre Nominierung zusammen mit Sohn Tobias (Mitte) sowie Parteikollege Ralf Nahm.

Kaufbeuren – Optimistisch gab sich Catrin Riedl bei der SPD-Nominierungsveranstaltung für die Oberbürgermeisterwahl 2014 am ver- gangenen Donnerstag.

In geheimer Wahl bestimmten Delegierte als Vertreter der bei- den Ortsvereine (OV) die Stadträtin und Vorsitzende des OV Kaufbeuren-Stadt zur Kandidatin für die Kauf- beurer Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr. Dass sich unter den Stimmzetteln auch eine Enthaltung und drei Nein-Stimmen befanden, sei „in Ordnung“, so Riedl: „In der SPD hat die Meinungsvielfalt Tradition“, erklärte sie gegenüber dem Kreisboten. „Mein größter Wunsch ist es, dass die SPD in Kaufbeuren wieder mehr Einfluss gewinnt. Dazu will ich beitragen, dafür will ich mit euch kämpfen“, so Riedls Appell an die Anwesenden. Weil es in Kaufbeuren mit Kaufbeuren-Stadt und Kaufbeuren-Neugablonz zwei Ortsvereine gibt, werden die insge- samt rund 130 Mitglieder bei derartigen Wahlen von 13 Delegierten aus beiden Lagern vertreten. Elf davon waren bei der Nominierung anwesend und bestätigten Riedl nicht einstimmig, aber doch deutlich in ihrem Vorhaben, den amtieren- den Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) herauszufordern. In ihrer Ansprache nahm sich Riedl, die 1991 in die SPD eingetreten ist und seit über zehn Jahren für die Sozialdemokraten im Kaufbeurer Stadtrat sitzt, den zwei Themen an, die derzeit Bürgerschaft und Politik polarisieren: dem Fachmarktzentrum am Forettle und dem Eisstadion. Die Unterschiede zur CSU sehe sie „weniger thematisch, sondern mehr in der Art, wie Politik gemacht wird“. So sei die SPD eine Partei, in der kontrovers diskutiert werde und die Vielfalt der Meinungen Tradition habe. Wichtig war ihr, den Eindruck zu zerstreuen, sie sei „gegen einen Stadionneubau“: „Das Stadion ist wünschenswert und wichtig für einen unserer größten Sympathieträger der Stadt“. Es müssten aber alle Interessen und die Frage nach der Finanzierung berücksichtigt werden. Im zweiten Teil des Abends wurde unter Moderation von Ralf Nahm, Vorsitzender des OV Kaufbeuren-Neugablonz, die bundesweite parteiinterne Abstimmung zur „großen Koalition“ diskutiert. Zwar sei eine Probeabstimmung von den Anwesenden abgelehnt worden, so Nahm, der Grundtenor habe aber eine „knappe Mehrheit für die Zustimmung“ erkennen lassen. Am 16. Dezem- ber will die SPD-Parteiführung das Ergebnis bekannt geben.

Von Michaela Frisch
fr

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