CSU-Kandidaten für Kommunalwahl in Kaufbeuren stehen fest

Fünf Stadträte nicht mehr dabei

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Abstimmung per Handzeichen: Den Stadtratskandidaten wurde geschlossen das Vertrauen ausgesprochen.

Kaufbeuren – Die CSU-Kaufbeuren hat vergangene Woche ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 16. März 2014 für den Kaufbeurer Stadtrat nominiert. Dabei wurden die zuvor von einem Gremium erarbeiteten Listenvorschläge für die Stadtratskandidatur einstimmig angenommen.

Die Nominierung von Oberbürgermeister Stefan Bosse, dem die CS-Mitglieder vor zwei Wochen mit 100 Prozent der Stimmen ihr absolutes Vertrauen für die Neuwahlen ausgesprochen hatten, habe be- reits einen „fulminanten Auftakt für die Wahlen 2014“ gebildet, so CSU-Ortsvorsitzender Stephan Stracke. Eine Arbeitsgruppe hatte zuvor eine Liste mit Wahlvorschlägen von 40 Kandidatinnen und Kandidaten – entsprechend der Anzahl der Sitze im Kaufbeurer Stadtrat – erarbeitet. 

Stracke schlug vor „auch tatsächlich 40 Kandidatinnen und Kandidaten“ ins Rennen zu schicken und „zusätzlich fünf Ersatzbewerber“ zu nominieren, um die Zahl bei etwaigen Ausfällen „so weit als möglich halten“ zu können. Die Liste der Vorschläge für die Stadtratskandidaten sei „etwas, wovon wir überzeugt sind. Ein hervorragendes Paket, ein hervorragendes Portfolio an Kandidaten, ein Vorschlag unsererseits, der das breite Bild an Interessen der Stadt widerspiegelt“, so Stracke weiter. 

Unter den Nominierten ist erneut Stadtrat Dr. Thomas Jahn, der jüngst durch seine Äußerungen bezüglich des umstrittenen Stadionneubaus von sich reden machte (wir berichteten). „Ein Markenzeichen, was konservative Belange angeht“, so Bosse über Jahns Äußerungen im Stadtrat. „Wir brauchen auch Leute, die für uns den Kopf hinhalten! Wir sind eine Volkspartei. Es geht darum, die Pole auszuloten. Als Volkspartei brauchen wir diese Pole“, begründete Bosse den Wahlvorschlag.

Auf den vorderen Listenplätzen gab es zwei Neuzugänge. Julia Constanze von Stillfried konnte sich Platz fünf unter den Stadtratskandidaten der CSU sichern, Gertrud Gellings ist ebenfalls unter den ersten zwanzig Nominierten. „Leider können oder wollen nicht mehr alle antreten“, kommentierte Bürgermeister Georg Bucher die Veränderungen in der Kandidatenliste für den Stadtrat. So stellen sich Annelies Wittwer und Konrad Fischer nicht mehr zur Wahl zur Verfügung: Sie wollen „den Jüngeren den Vortritt lassen“. 

Ebenso lassen sich Felix Wobst, Sigrid Chmiel und Karl-Georg Bauernfeind (wir berichteten) nicht mehr aufstellen. Bauernfeind nennt „berufliche Gründe“, zeigt jedoch die Perspektive auf, 2020 wieder für den Stadtrat kandidieren zu wollen. 

Bucher sieht in dieser Entwicklung eine „Chance für Erneuerung und Verjüngung“. Er setzte sich weiter dafür ein, die Kandidaten für die Wahlen zu unterstützen: „Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt müssen erkennen, dass wir geschlossen als ,Bosse-Team’ auftreten unter dem Motto, begeistert für Kaufbeuren’.“ 

Insgesamt 65 Stimmberechtigte waren an dem Abend anwesend, 55 Stimmen wurden abgegeben. Der Listenvorschlag für die Kaufbeurer Stadtratswahl wurde dabei einstimmig angenommen. Der CSU-Ortsvorsitzende Stracke bedankte sich für das Vertrauen in die Nominierten: „Wir gehen damit geschlossen in den Wahlkampf. Mögen die Wahlkämpfe beginnen!“ von Sabrina Hartmann

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