Bürgermedaille für Aktive Senioren

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Die Aktiven Senioren Obergünzburg erhalten die Bürgermedaille 2016. Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus (v.li.) gratulierte dem Sprecher der Senioren Harald John, dem Laudator Pfarrer Johannes Huber (dahinter verdeckt) und allen Mitgliedern.

Obergünzburg – Anlässlich des 50-jährigen Gründungsjubiläums der Aktiven Senioren wurde dem Verein die Bürgermedaille des Marktes verliehen. Damit soll der Gemeinschaftsgeist und der Bürgersinn geehrt und hervorgehoben werden.

1966 hatten sich Bürger im Markt Obergünzburg zusammengeschlossen, um freiwillig das Ortsbild zu verschönern und Grünanlagen des Marktes zu pflegen. Heute ist ihr Einsatz zum Wohle des Marktes nicht mehr wegzudenken.

Obergünzburgs erster Bürgermeister Lars Leveringhaus eröffnete den Festnachmittag und konnte neben den Mitgliedern der Aktiven Senioren viele bisherige Träger der Bürgermedaille begrüßen.

Den Aktiven Senioren dankte Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke für den Einsatz im freiwilligen Dienst. „Bayern ist Ehrenamtsland“, betonte er, das habe man inzwischen auch in der Bayerischen Verfassung verankert. „Sie machen nicht nur etwas für die Gemeinschaft, sondern auch für die eigene Lebenserwartung“, prophezeite Stracke.

Der Sprecher der Senioren Harald John, selbst erst seit fünf Jahren dabei, berichtete von erlebter Kameradschaft und Verständnis bei der gemeinsamen Arbeit am Ortsbild. „Auch die Treffen sind wichtig“, beschrieb er. Die nicht mehr Aktiven würden sich jedes Mal auf das monatliche Treffen freuen. Sogar das besonders agile Mitglied Johann Eigl ließ es sich nicht nehmen, am Tag der Auszeichnung aus dem Krankenhaus anzurufen und Grüße zu schicken. John bestätigte: „Dass unsere Arbeit gewürdigt wird, merken wir beispielsweise auch durch die Teilnahme des Bürgermeisters Leveringhaus bei unserer Schiffsrundfahrt auf dem Forggensee oder beim Treffen mit kirchlichen Vertretern in diesem Jahr“. Er rief alle Senioren auf, doch bei ihnen mitzumachen.

Vor seiner Bilderschau mit dem Rückblick auf gemeinsame Aktivitäten nannte Anton Lutzenberger die Gründe für die gemeinsamen Betriebsamkeiten: „Wir sind stolz auf unsere Stadt und wollen sie auch schön erhalten“. Franz Meyer hatte mit anderen die Gemeinschaft 1966 gegründet und wurde bereits 1997 selbst mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. Lutzenberger schilderte die jährliche Arbeit beispielsweise als Laub rechen in der Gutbrodanlage oder Ruhebänke in Stand zu halten und zu streichen. Nebenbei kündigte er den Anwesenden gleich diese Arbeit für die nächsten Wochen an. Besondere Einsätze seien der Spielplatz hinter der Mädchenschule, die Informationstafel am Oberen Markt, sowie die Arbeit am Südsee Museum gewesen. Abschließend erklärte er: „Auch Ausschnaufen und Feiern muss ab und zu sein. Unsere Frauen sind natürlich immer mit eingebunden“. Man sei dankbar für jeden, der helfe, aber auch wenn jemand nicht mehr aktiv sein könne und verwies auf die monatliche Verabredung im ­AKKU-Treff.

Bei der offiziellen Verleihungsrede zur Bürgermedaille lobte Bürgermeister Leveringhaus die Arbeiten am Dillinger Weg und der Reverdys Quelle, die sicher auch ein Ruhepol für die neuen Gäste in der Günztalklinik werden würden. Bei den Aktiven Senioren ginge es um „Heimat erhalten“. Er rief den Aktiven Senioren zu: „Heimat braucht Leute wie euch. Vergelt‘s Gott“. Anschließend verlieh er die Bürgermedaille 2016 stellvertretend an Harald John und bedankte sich einzeln bei den Mitgliedern mit einer Rose.

Pfarrer Johannes Huber, der die Aktiven Senioren lange begleitet hatte, bestätigte in seiner emotionalen Laudatio: „Arbeit für die Gemeinschaft ist für beide gut: für die Gemeinschaft und für den, der sie tut. Wir freuen uns, dass wir Sie haben!“

von Wolfgang Krusche

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