Die Schlacht der Fünf Heere im fulminanten Finale

Kinotipp: "Der Hobbit"

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Zwerge, die zusammenhalten! In der letzten Schlacht geht es um Alles.

Filmemacher und Fantasy-Visionär Peter Jackson präsentiert „Der Hobbit – Die Schlacht der Fünf Heere“, den dritten Film der dreiteiligen Kinofassung des zeitlosen Meisterwerkes „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien. Damit bringt der Ausnahme-Regisseur die abenteuerliche Geschichte von Bilbo Beutlin, Thorin Eichenschild und der Gemeinschaft der Zwerge zu einem epischen Abschluss. 

Zum Überblick: Bereits 2001 schuf Jackson mit „Herr der Ringe“ einen Meilenstein der Kinogeschichte, es folgten zwei Fortsetzungen in den Jahren 2002 und 2003, immer pünktlich zur Weihnachtszeit. „Der Hobbit“ bricht diese Tradition natürlich nicht und ist seit dem 10. Dezember im Kino. Inhaltlich spielen die Ereignisse 60 Jahre vor „Herr der Ringe“, für Zuschauer ein optimaler Einstieg. Wer sich den letzten Hobbit im Kino ansehen möchte, sollte zuvor unbedingt die ersten zwei Teile der Hobbit-Trilogie von 2012 und 2013 auf DVD nachholen. 

Inhalt 

Die Zwerge von Erebor haben den riesigen Reichtum ihres Heimatlandes zurückgefordert, müssen aber nun die Konsequenzen dafür tragen, dass sie den furchterregenden Drachen Smaug auf die schutzlosen Männer, Frauen und Kinder von Esgaroth losgelassen haben. 

Als er der „Drachenkrankheit“ anheimfällt, setzt der König unter dem Berg, Thorin Eichenschild (Richard Armitage), Freundschaft und Ehre aufs Spiel und macht sich auf die Suche nach dem legendären Arkenstein. Weil er Thorin nicht zur Vernunft bringen kann, sieht sich Bilbo (Martin Freeman) zu einer verzweifelten und gefährlichen Entscheidung getrieben – er ahnt nicht, dass noch größere Gefahren vor ihnen liegen.

Ein alter Feind ist nach Mittelerde zurückgekehrt. Sauron, der Dunkle Herrscher, hat Legionen von Orks in einen Überraschungsangriff zum Einsamen Berg geschickt. Als sich die Finsternis über ihren eskalierenden Konflikt senkt, müssen sich Zwerge, Elben und Menschen entscheiden, ob sie sich zusammenschließen oder vernichtet werden wollen. Bilbo kämpft um sein Leben und um das seiner Freunde, während fünf große Heere in den Krieg ziehen. 

Rezension 

Technisch begeht man die neusten Wege, noch mehr für das Auge, noch mehr Schärfe und Brillanz sind zu bewundern. „Der Hobbit – Die Schlacht der Fünf Heere“ wurde in 3-D und mit 48 Einzelbildern pro Sekunde gedreht. Gezeigt wird er in ausgesuchten Kinos in 3-D mit hoher Bildfrequenz (HFR 3-D), in anderen in 2-D- und 3-D-Formaten und in IMAX®. 

Verfechter der leicht verwaschenen Filmoptik (35mm) bekommen eine harte Nuss zu knacken, beziehungsweise für ihr Auge geboten – die Bilder erinnern stark an Demobilder einer Computer-Simulation, die Realaufnahmen wirken beinahe so ge- schleckt wie ein Animationsfilm der aktuellen Ära. Sogar Schmutz scheint „sauber“ zu wirken. Dieser optische Prozess wird in dieser und nächster Generation noch für Diskussionsstoff sorgen. 

Abgesehen davon ist der letzte Hobbit-Teil wieder fulminant, episch und birst an Action-Sequenzen geradezu über. Für Durchschnaufen bleibt da wenig Platz. Obwohl der eigentliche Roman auf das gefühlt zehnfache aufgeblasen wurde, bleiben die Charaktere erstaunlich blass, Jackson donnert lieber aus allen Rohren: zu Land, zu Wasser und zu Luft. 

Man bekommt das Gefühl nicht los, die Produzenten sind vom „Ring der Kommerz-Macht” befallen, so sehr gehen sie auf Nummer Sicher und vermeiden tiefgreifende, vielleicht langweilige Dialoge. Den Zuschauer wird das nicht stören – der letzte Teil schließt das Kapitel „Mittelerde“ erfolgreich ab, oder doch nicht? Schließlich wäre da noch „Die Kinder Hurins“ von Tolkien, ein paar Tausend Jahre vor „Herr der Ringe“... von Michael Denks


Fakten zum Film

Originaltitel: The Hobbit: The Battle of the Five Armies 

Land: USA 

FSK: ab 12 

Regisseur: Peter Jackson 

Darsteller: Sir Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage, Evangeline Lilly, Luke Evans u.a.


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