Ab Donnerstag im Kino!

Kinokritik: "Zoomania"

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Nur gemeinsam ist man stark!

Gleich und gleich gesellt sich gerne oder die Gegensätze ziehen sich an. Dies sind zwei bekannte Thesen, die in der heutigen Zeit nicht mehr allzu oft beherzigt werden. In der modernen Welt muss man sich verbiegen und verstellen. Um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden, sollte man auch am Besten die eigenen Wünsche und Träume ignorieren. Disney greift in dem Animationsfilm „Zoomania“ dieses Thema auf.

Anhand einer mutigen Häsin wird gezeigt, dass man sich dennoch immer selbst vertrauen und für seine Ziele kämpfen sollte, um wirklich glücklich zu werden. 

Inhalt 

Schon als Kind träumt Hasenmädchen Judy Hopps davon, eines Tages Polizistin zu werden. Weder ihre Eltern, noch ihre Freunde glaubten an sie. Doch Judy hält an ihren Träumen fest und schafft es, sich gegen die viel größeren und mächtigeren Anwärter der Polizei-Academy, durchzusetzen. Als Jahrgangsbeste wird sie nach Zoomania versetzt. Doch auch hier begegnen ihr die Kollegen und sogar der Vorgesetzte mit Vorurteilen. Während den großen Tieren wichtige Kriminalfälle anvertraut werden, darf Judy lediglich Knöllchen an Falschparker verteilen. 

Doch als ein Wiesel entführt wird, bekommt Judy ihre große Chance. Gelingt es ihr, den Fall innerhalb von 48 Stunden zu klären, darf auch sie als Polizistin wichtige Ermittlungen übernehmen. Schafft sie es allerdings nicht, muss sie den Dienst quittieren. Judy ist fest entschlossen, den Fall aufzuklären. Unterstützung bekommt sie dabei ausgerechnet von dem kriminellen Fuchs Nick Wilde, der ihr bereits mit seinen zwielichtigen Machenschaften ins Auge gefallen ist. Das ungewöhnliche Team entlarvt schnell einen weitaus größeren Komplott, als erwartet. 

Rezension 

Schon in der Vergangenheit hat Disney bei seinen Animationsfilmen großen Wert auf Details gelegt. Einzigartige Charaktere wurden in einer packenden und gleichzeitig emotionalen Geschichte verflochten, die humorvoll bebildert wurde. Mit „Zoomania“ übertrifft Disney sich selbst. In einer schier unendlich detailverliebten Welt leben zahlreiche Tierarten in einer gigantischen Großstadt zusammen. Die sechs unterschiedlichen Distrikte wurden penible der jeweiligen Tierart angemessen gestaltet. 

Nicht nur die Architektur der Gebäude, sondern auch das Klima ist den jeweiligen Lebensräumen mit großer Sorgfalt angepasst. Während die nachtaktiven Wüstentiere in Sahara Platz ein glamouröses Nachtleben führen und die kälteliebenden Tiere in Tundratown auf Eisschollen residieren, wohnen die kleinsten Nagetiere im beschaulichen Klein-Nageria. Alle Tierarten, die sich grob in die Gruppen Jäger und Beute unterteilen lassen, spielen in dem Animationsfilm eine wichtige Rolle. 

In allen Ecken und Winkeln der fröhlichbunten Bilder lassen sich spannende und humorvolle Details entdecken. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Tierarten ist derart lustig gestaltet, sodass es fortlaufend etwas zum Lachen gibt. 

Kleine und große Kinobesucher haben mit „Zoomania“ großen Unterhaltungsspaß, der von der ersten bis zur letzten Sekunde aufrecht erhalten wird. Wer Tiere liebt, darf sich diesen amüsanten, extrem clever konstruierten und vor allem putzigen Animationsfilm unter keinen Umständen entgehen lassen.

von Sandy Kolbuch


Zum Film:

Originaltitel: Zootopia 

Land: USA 

FSK: 0 

Regisseur: Byron Howard 

Stimmen: Rüdiger Hoffmann, Frederick Lau, Josefine Preuß, Ralph Ruthe, Davis Schulz u.a.


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